"profil": Raschhofer fordert Rücktritt Stadlers als NÖ-FPÖ-Vizechef

EU-Abgeordnete verlangt Konsequenzen gegen Volksanwalt - Haupt hätte sich bislang nicht durchgesetzt - würde Amt der Generalsekretärin nicht annehmen

Wien (OTS) - In einem Interview in der Freitag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" attackiert Daniela Raschhofer, Delegationsleiterin der FPÖ-Abgeordneten im Europaparlament, den freiheitlichen Volksanwalt Ewald Stadler. Raschhofer fordert, dass Stadler seine Funktion als Vizevorsitzender der FPÖ in Niederösterreich niederlegt. Raschhofer: "Das Auftreten Stadlers ist dem Amt des Volksanwalts nicht dienlich. Er sollte keine Parteifunktionen ausüben." In Anspielung auf Aussagen Stadlers, Raschhofer betreibe gemeinsam mit gleichgesinnten "Haider-Kannibalismus", konstatiert die EU-Abgeordnete beim Volksanwalt "Wähler-Kannibalismus". Raschhofer: "Vielleicht ruht Stadler erst dann, wenn sich die FPÖ in außerparlamentarischer Opposition befindet."

Raschhofer spart aber auch nicht mit Kritik an der aktuellen Parteiführung. Sie regt erneut die Rücknahme der Parteiausschlüsse in Salzburg und Niederösterreich an und meint, angesprochen auf die Rolle von Parteichef Herbert Haupt: "Da hat sich Haupt bisher leider nicht durchgesetzt. Ich frage mich, ob mit diesen Ausschlüssen nicht das Wählerrückholprogramm unter Haupt torpediert wird."

Vom FPÖ-Parteichef fordert die EU-Abgeordnete klare Entscheidungen. Raschhofer: "Im Jänner muss sich Haupt deklarieren, wie er sich den Neubeginn der Partei vorstellt. Ich erwarte mir Signale in der Personalpolitik." Angesprochen auf ihre eigene Zukunft in der Partei schließt Raschhofer einen Aufstieg zur außenpolitischen Generalsekretärin aus. Raschhofer in "profil": "In der derzeitigen Situation kommt ein solches Amt für mich nicht in Frage."

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