PARTNER BANK - Finanzexperten über die Aussichten des Wertpapiermarktes

Die Tagung des Anlageausschusses am 17.12.2002 in Linz

Linz (OTS) - Der Anlageausschuss der PARTNER BANK AG - der sich
aus hochkarätigen Finanzexperten zusammensetzt, u.a. die Wertpapier-Konsulenten Helmut Polak und Mag. Horst J. Oberndorfer sowie Wertpapiermanagerin Mag. Karin Luger - gibt einen Ausblick für die kommenden Monate des Wertpapiermarktes.

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft wird sowohl für das heurige vierte Quartal als auch das nächste Jahr laufend vorsichtiger bewertet. Während hier die EU-Zahlen auf ohnehin niedrigem Niveau (Wirtschaftswachstum 2002: 0,8 %, 2003: 2,2 %) wahrscheinlich bei der nächsten Prognose (Ende Dezember) zurückgenommen werden, könnten die US-Werte (2002: 2,3 %, 2003: 2,6 %) einigermaßen halten. Jedenfalls werden hierbei die Kapazitäten der Wirtschaft nicht ausgelastet, sodass die konjunkturelle Arbeitslosigkeit steigen wird. Dies dämpft sowohl die Stimmung allgemein als auch die Konsumausgaben und Investitionstätigkeit, so die Meinung des Vorstandes Dr. Scheithauer.

Infolge der anhaltend schwachen Konjunktur sieht sogar die EZB ihr primäres Wirtschaftspolitisches Ziel der Preisstabilität nicht mehr gefährdet und hat die Leitzinsen um 0,5 % -Punkte gesenkt. Von der Wirtschaftspolitik sind insbesondere in Europa keine expansiven Impulse zu erwarten, da neben Deutschland auch andere große EU-Staaten (Frankreich, Italien) der "3 Prozent-Marke" (=Neuverschuldung) gefährlich nahe kommen und diese Grenze nach vorübergehender Diskussion wieder ernsthaft beachtet wird.

Die USA liegen bei der Staatsverschuldung und Budgetdefizit ungleich besser als die EU, jedoch bereitet das Leistungsbilanzdefizit größere Sorgen. Da die USA aber nach wie vor ihre Importe in Dollar fakturiert, die wiederum von Exporteuren in den USA angelegt werden, ergibt sich kaum eine Kursrelevanz. Der US$ wird zum EuroURO daher weiter um die Parität pendeln. Sowohl im kurz-als auch langfristigen Zinsbereich sieht die PARTNER BANK keine nennenswerten Veränderungen.

Die Kursentwicklung an den internationalen Finanzmärkten lehnt sich wieder an die fundamentalen volks- und betriebswirtschaftlichen Daten an. Da auch auf breiter Basis eine noch nie da gewesene Unterbewertung festzustellen ist, kann die bereits eingesetzte breite Erholung der Aktienmärkte insbesondere der Qualitätstitel und Marktführer in der Prognose prolongiert werden. Die Kursgewinne werden aber moderat bleiben, sodass die Anleger heuer das dritte Verlustjahr in Folge hinnehmen müssen. Das Aufwärtspotenzial ist intakt, , so die Einschätzung der Vorstände der PARTNER BANK, wenngleich keine signifikanten Kursanstiege zu erwarten sind, zumal auf kleine Kursanstiege umgehend breite Gewinn-Mitnahmen folgen.

Zu den Interessanten Branchen zählen Banken und Versicherungen, Technologie und Telekommunikation. Insgesamt sind Aktien im Vergleich zu Anleihen historisch günstig bewertet, sodass ein Aufbau von Positionen (insbesondere USA) in den nächsten drei bis fünf Jahren überdurchschnittliche Ertrags-Chancen erwarten lässt. Die durch Vertrauensdefizit bedingte Abkehr breiter Anlegerschichten wird sich allmählich umkehren, wobei zunächst in vertrauenserweckende "Global player" investiert wird, in deren Folge diese Titel überdurchschnittlich ansteigen werden.

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