Ab 2003 steht Kärnten im Zeichen des Wassers

LH Haider: Stadt Klagenfurt muß für EURO 2008 Prioritäten setzen - Tourismusförderungspaket notwendig - Weitere Sponsoren für Stiftung gesucht

Klagenfurt (LPD) - Über die geplante Landesausstellung rund um das Wasser wurde heute auch das Regierungskollegium von Mitarbeitern und der Kärnten Werbung informiert. Wie Landeshauptmann Jörg Haider sagte, werde im nächsten Jahr und 2004 ein Maßnahmenbündel gesetzt. Dies sei auch einstimmig beschlossen worden. Kärnten sei das erste Land, das sich intensiv mit dem Thema Wasser auseinandersetzt, so Haider.

Begonnen wird die mehrjährige Landesausstellung am Großglockner und führt in den folgenden Jahren bis 2006 hinunter ins Mölltal, ins Lieser- und Maltatal und schließlich an den Millstätter See. Als Investitionssumme wurde ein Betrag von sieben Millionen Euro, ohne die Gestaltung des Gamsgrubenweges genannt. Dieser Panoramaweg mit Tunnels wird mit Kristall- und Bergwelten ausgestaltet.

Weitere Projekte sind eine Aufstiegshilfe von der Hoffmannhütte zum Pasterzengletscher (gemeinsam mit dem Alpenverein), eine Wasserbar (mit Großglockner-Hochalpenstrasse), Wasserschule, Projekte in den Gemeinden Heiligenblut (Goldwascherlebnis beim Alten Pocher) und in Winklern (Mautturm) sowie die Revitalisierung des alten Weges von Heiligenblut zur Franz-Josefs-Höhe.

Einen Auftakt zur Landesausstellung bzw. zum Wassererlebnisland Kärnten werde es bereits bei der Herbstmesse 2003 in Klagenfurt geben. Zudem soll im nächsten Jahr das Marketing in Österreich und seinen unmittelbaren Nachbarländern für das Wassererlebnisland anlaufen, dafür werde ein Betrag von eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

Hinsichtlich der Vereinbarung mit den Bundesforsten stellte Haider fest, dass Kärnten optimal verhandelt habe. Die Bundesforste seien nicht berechtigt, Grundstückspachten der öffentlichen Hand zu erhöhen. Was Pachtzahlungen der Vereine anlangt, so sei hier das Einvernehmen mit dem Land herzustellen. Eine neue Regierung wäre gut beraten, ein Tourismusförderungspaket für ganz Österreich zu initiieren. Bezüglich der Nutzung öffentlicher Gewässer könnten den Bundesforsten durch österreichweit einheitliche Regelungen auch Vorgaben gemacht werden.

Erfreut zeige sich die Landesregierung auch über die Fußball-EM 2008 mit Kärnten als Austragungsort. Der Landeshauptmann betonte erneut,dass das Stadionprojekt finanziert werden müsse. Die Stadt Klagenfurt müsse ihre Prioritäten setzen und alles tun, um sich eine etwaige Blamage zu ersparen. Klar sei auch, dass es nicht angehe, die Maastricht-Kriterien wegen des EM-Infrastruktur-Finanzbedarfes einfach nicht einhalten zu wollen.

Der Landeshauptmann informierte in der Regierungssitzung auch über die Kärnten Stiftung, die von RWE, Hypo und Strabag mit einem Startkapital von 4,5 Mio. Euro ins Leben gerufen wurde. Nun gehe es darum, weitere Sponsoren und Stifter, also wohlhabende Kärnten-Freunde zu mobilisieren, um wichtige und interessante Projekte für Kärnten zu ermöglichen. Was die EU-Cofinanzierung anlangt, so treffe Kärnten eine verpflichtende Vorsorge, um auch alle EU-Mittel ausschöpfen zu können. (Schluss)

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