LH Haider: "Plattform EURO 2008" wird EM in Kärnten vorbereiten

Appell an Klagenfurt, rasch Prioritäten zu setzen - Noch fehlen Finanzierungskonzepte - Verunsicherung rasch beenden

Klagenfurt (LPD) - Heute wurde der Fahrplan des Landes Kärnten zur Fußball EM EURO 2008 präsentiert. Landeshauptmann Jörg Haider hat bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sportreferent Landesrat Gerhard Dörfler und dem Klagenfurter Wirtschaftsreferenten Vizebürgermeister Mario Canori bekanntgegeben, dass nächste Woche eine eigene Plattform EURO 2008 eingerichtet wird. Diese Plattform soll alle wirtschaftlich, sportlich und politisch relevanten Kräfte unter Einschluss der Kärnten Werbung bündeln, um die EURO 2008 in Kärnten optimal vorzubereiten. Hannes Anton von der Eventagentur wird der Kopf der Plattform sein, die auch das professionelle Marketing über hat.

Der Landeshauptmann sprach von einer historischen Chance, die die EM 2008 biete, dabei sollte eine maximale Belebung in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht angestrebt werden. Ein wichtiger Faktor sei in diesem Zusammenhang das italienische Publikum, das bekanntlich sehr fußballinteressiert ist. Kärnten habe rechtzeitig die nötigen Schritte für die optimale Bewerbung bzw. Austragung in Klagenfurt gesetzt.

Einen dringenden Appell richtete Haider an die Klagenfurter Stadtregierung. Hier sei es an der Zeit, endlich Prioritäten vorzunehmen und von kleinlichem Gezänk abzulassen. Es brauche eindeutige Klarheit, was und wieviel die Stadt leisten werde, forderte der Landeschef. Nicht gut sei es, wenn angesichts dieser historischen Chance für Kärnten Verunsicherung betrieben werde, dies könnte schlimmstenfalls dazu führen, dass sich der ÖFB Alternativen überlegt. Jegliche Verunsicherung sei daher rasch ein für allemal zu beenden.
Die Stadt sei am Zug, er werde auch demnächst das direkte Gespräch mit Bürgermeister Harald Scheucher suchen, so Haider. Man mische sich nicht in die Art der Entscheidung ein, sinnvoll könne es aber sein, wenn sich die Stadt auch überlegen würde, wirtschaftliche Kooperationen mit Privaten zu machen. Die Variante der Kombination von Stadion, Fußballakademie und Veranstaltungszentrum beispielsweise würde der Stadt eine Summe von 24 Mio. Euro ersparen. Fixiert ist eine Drittelfinanzierung durch Bund, Land und Stadtgemeinde Klagenfurt. Wie Haider ausführte, leisten Bund und Land sehr viel für Klagenfurt, jetzt sei auch einmal die Stadt daran zu zeigen, wie ernst ihr die Voraussetzungen zur EURO 2008 sind. Mit dem Stadion könnten sehr viele Synergien verbunden sein.
Den Betrag von 24 Mio. Euro nannte Canori als Finanzierungsbedarf. Canori bedauerte, dass bislang noch keine Finanzierungskonzepte vorliegen. Nächste Woche werde er den Beschluss zur Grundstückssicherung (9 Mio Euro) im Stadtparlament vorlegen. Den Sportstättenausbau bezifferte er mit insgesamt 45 Mio. Euro. Klagenfurt sollte im Rahmen der Alpen-Adria-Städte den Führungsanspruch wahrnehmen und die enormen wirtschaftlichen Chancen ausschöpfen.

Landesrat Dörfler erinnerte, dass seitens der UEFA der Standort Klagenfurt die beste Bewertung erhalten hatte. Nun gelte es auch große Verkehrsaufgaben wie Bahnhofsbau und Unterführung St. Ruprecht zu lösen, an denen auch nicht gerüttelt werden dürfe. Er erwähnte das kombinierte Stadion Basel als Vorbild, denn Fußball sei auch Business. 75 Prozent der EM-Besucher werden ausländische Gäste sein, so Dörfler. (Schluss)

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