ÖAMTC setzt sich für serienmäßige Sicherheitsausstattung in Kleinwagen ein

Unter dem Motto "Schön wär's, wenn ... " präsentiert der Club Lösungsansätze zu aufgezeigten Missständen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Schön wär's, wenn auch Kleinwagen und Fahrzeuge der Kompaktklasse serienmäßig mit Seitenairbags, Gurtstraffern, Gurtkraft-Begrenzern und auf allen fünf Sitzplätzen mit Dreipunkt-Gurten und Kopfstützen ausgestattet sind. "Die Sicherheit für die Fahrzeuginsassen würde sich dadurch um ein Vielfaches erhöhen", fordert ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang von der Autoherstellern.

Kleinwagen sind bei einem Unfall ohnehin schon aufgrund ihrer Masse im Nachteil. Trifft ein Kleiner auf einen schweren Partner, zieht er allein deswegen den Kürzeren. "Daher sollten Klein- und Kompaktwagen bei der Ausstattung nicht zusätzlich benachteiligt werden", kritisiert Lang. Sicherheitsrelevante Einrichtungen, die in keinem Fahrzeug fehlen dürfen:

* Seitenairbags
Ohne Seitenairbag ist im Falle eines seitlichen Zusammenstoßes mit schweren lebensgefährlichen Verletzungen im Brust- und Beckenbereich zu rechnen. Lang: "Derzeit nur als 'Extra' zu bekommen, sollten Seitenairbags eigentlich zum Standard in jedem Kleinwagen gehören."

* Gurtstraffer und Gurtkraft-Begrenzer
Um eine optimale Wirkung des gesamten Gurtsystems zu erreichen, ist sowohl ein Gurtstraffer als auch ein Gurtkraft-Begrenzer notwendig. Der Gurtstraffer verhindert zu Beginn des Unfalls, dass Kopf und Oberkörper zu stark vorverlagert werden und die Fahrzeuginsassen unter dem Gurt durchrutschen. Der Gurtkraft-Begrenzer hält in weiterer Folge die Brustbelastungen durch den Sicherheitsgurt so gering wie möglich.

* Dreipunkt-Gurt und Kopfstützen auf allen fünf Sitzen
Gerade bei kleineren Fahrzeugen befindet sich am mittleren Sitz auf der Rückbank kein Dreipunkt-Sicherheitsgurt, sondern nur ein Beckengurt. "Das problematische am Beckengurt ist, dass der Oberkörper nicht zurückgehalten wird", erklärt der Cheftechniker des Clubs. Kopf und Oberkörper werden stark vorverlagert, das Verletzungsrisiko ist damit wesentlich höher. So kann es vorkommen, dass der Kopf eines mit Beckengurt gesicherten Passagiers an der Sitzlehne des Vordersitzes anschlägt. "Mit Dreipunkt-Gurt wird diesem Risiko entgegengewirkt. Kopfstützen verhindern, dass der Passagier bei einem Crash ein Hals-Wirbel-Säulen-Schleudertrauma erleidet", so Lang.

Selbst wenn viele Kleinwagen bereits mit stabilen Karosserien punkten: Dem "Innenleben" sollte trotzdem mehr Bedeutung zukommen. Serienmäßige Sicherheitsausstattung kann im Fall des Falles noch Defizite, die sich bei den "Kleinen" aufgrund fehlender Masse ergeben, wettmachen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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