Übertragung des Grundstückes für islamischen Friedhof in Wien-Inzersdorf vom Wiener Gemeinderat beschlossen

SPÖ-Al Rawi: Zeichen des Stadt für Verständnis gegenüber zweitgrößter Religions-Gemeinschaft in Wien - Islamische Glaubensgemeinschaft Friedhofsverwalter - Bedauern über weiterhin negative FPÖ-Haltung

Wien (SPW-K) - "Mit dem Beschluss des Wiener Gemeinderates,
gestern, Donnerstag, über die Übertragung des Grundstückes sind für die Anlage des islamischen Friedhofs im Bezirksteil Inzersdorf des 23. Wiener Gemeindebezirks Liesing sind alle Voraussetzungen für dieses Projekt erfüllt, ein langjähriger Wunsch der Angehörigen dieser Religionsgemeinschaft kann damit endlich verwirklicht werden", erklärte Freitag SPÖ-Gemeinderat Omar Al Rawi zu der Entscheidung des Gemeinderates. Die Stadt, so der Mandatar in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien, habe damit ein deutlichen Zeichen des Verständnisses der Anliegen der zweitgrößten Religionsgemeinschaft in Wien gesetzt wie ebenso die bestehende Vielfalt des Zusammenlebens der Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Lebensanschauungen in der Stadt unterstrichen. ****

Erfreut zeigte sich der Mandatar auch über den breiten Konsens zwischen den Parteien. "Einzig die FPÖ ist bis zuletzt gegen das Vorhaben aufgetreten, obwohl sie früher einmal angekündigt habe, möglicherweise im Gemeinderat zuzustimmen. Bedauerlicherweise ist dieser Meinungsumschwung aber letztlich nicht eingetreten stellte Al Rawi fest. Dies ist umso unverständlicher, weil sich zahlreiche FPÖ-Spitzenpolitiker ständig ihrer guten Kontakte zu arabischen Staaten rühmten, sich aber dann, wenn es darum gehe, konkret ein Zeichen für die Muslime in Wien zu setzen, dieses ablehnten.

Durch die Errichtung des Friedhofs, der von der islamischen Glaubensgemeinschaft verwaltet werde, würde den Wiener SteuerzahlerInnen praktisch keine zusätzlichen Kosten entstehen. Abschließend informierte Al Rawi noch darüber, dass in der ersten Belegungsphase Platz für 2.800 Grabstätten vorhanden sei. Insgesamt sei auf Grund der Größe des Geländes eine Ausweitung bis auf maximal 8.000 Gräber möglich. "Auch mit der jüngsten Entscheidung über die letzte Ruhestätte für Muslime in Wien hat die große Mehrheit des Gemeinderates jedenfalls belegt, dass für sie Toleranz und gegenseitiges Verständnis nicht Lippenbekenntnis sind, sondern tatsächlich gelebt werden", schloss Al Rawi. (Schluss)

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