AK-Präsident Wipplinger: Vorschläge der Pensionskommission führen zu Massenarbeitslosigkeit und Altersarmut

Linz (OTS) - "Was die selbsternannten Experten der Pensionsreformkommission aus dem Hut gezaubert haben, lässt sich an Vermessenheit nicht überbieten", kritisierte AK-Präsident Hubert Wipplinger die Vorschläge der Kommission scharf. Einfach alle Pensionen um bis zu 30 Prozent zu kürzen sei einfallslos und würde massenhaft Altersarmut zur Folge haben.

"Die Sicherung der Pensionen ist weniger eine Frage der Bevölkerungsentwicklung oder der Versicherungsmathematik, sondern einzig und alleine des politischen Willens", erklärte Wipplinger. Berechnungen der Expertenkommission auf Basis der EU-Prognosen zufolge würden derzeit in Österreich 10,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Pensionen aufgewendet. Im Jahr 2050 werden es 11,5 Prozent sein. "Das heißt, wenn wir rund ein Prozent des Volkseinkommens mehr für Pensionen aufwenden, wäre der heutige Standard gesichert", so Wipplinger.

Private Vorsorge, wie sie von der Pensionsreform-Kommission gefordert wird, sei die teuerste und unsicherste Variante für Pensionisten, sagt Wipplinger. Sie würde für Arbeitnehmer rund dreimal so teurer sein. Nicht eingerechnet seien hier Kursverluste. "Die Kürzung der Zusatzpensionen um durchschnittlich acht Prozent, beweist doch, dass auf das private Standbein der Pensionsvorsorge keineswegs Verlass ist", betonte der AK-Präsident.

"Unsere Gesellschaft muss eine Entscheidung treffen", fordert Wipplinger. "Wollen wir in die Absicherung Pensionen investieren oder wollen wir die Mittel in den Rachen von Spekulanten und Großaktionären werfen?"

"Ein menschwürdiger Lebensabend muss und kann finanziert werden, wenn man nicht auf die Ansagen neoliberaler Scharfmacher hineinfällt", stellte Wipplinger klar.

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