• 13.12.2002, 12:33:06
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Forschungsplan: AK fordert Konzentration der Forschungskompetenz

AK verlangt mehr Investitionen in die Ausbildung von Forschungspersonal

Wien (AK) - Als wichtige Diskussionsgrundlage für die Neuordnung
der österreichischen Technologiepolitik begrüßt die AK den heute
vorgestellten Forschungs- und Innovationsplan des Rates für
Forschungs- und Technologieentwicklung. "Forschung und Technologie
ist ein wichtiger Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes
und damit für die Schaffung und Erhaltung von tausenden
Arbeitsplätzen", sagt Roland Lang, stellvertetender Leiter der
wirtschaftspolitischen Abteilung der AK-Wien, "wir brauchen daher
eine zielgerichtete Forschungspolitik statt ministerieller
Grabenkämpfe um Zuständigkeiten." Daher kritisiert die AK, ebenso wie
der Forschungsrat die zersplitterten Kompetenzen in der Forschungs-
und Technolgiepolitik und fordert von der neuen Regierung die
Konzentration der Kompetenzen in einem Ministerium. Die AK begrüßt,
dass der Rat wichtige technologiepolitische Akteure, wie die
Sozialpartner, in die Strategieentwicklung einbinden will. "Es darf
aber auf keinen Fall wieder ein neues Gremium geschaffen werden",
sagt Lang, "der Rat muss um diese Institutionen erweitert werden."
Die AK unterstützt die Forderung des Rates nach mehr Ausbildungs- und
Qualifizierungsprogrammen für mehr Forschungspersonal in Österreich.
"Letztlich ist das Wissen und Können der Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer das wichtigste Fundament für die Position der
österreichischen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb,", sagt
Lang. ****

Die AK fordert eine einheitliche Forschungs- und
Technolgiekompetenz in Österreich. Damit wäre auch eine einheitliche
Forschungs- und Technologieförderung gewährleistet. Im wesentlichen
wickeln in Österreich ja der Wissenschaftsfonds (FWF), der
Forschungsförderungsfonds (FFF), der ERP-Fonds und die
Technologieimpulsegesellschaft (TIG) den Großteil der Förderungen ab.
Als Problem für viele Unternehmen, und damit eine Hürde für die
Schaffung von Arbeitsplätzen, kritisiert die AK, dass zusätzlich
verschiedene Ministerien unkoordiniert eine Vielzahl von Programmen
entwickeln, die sie entweder selbst abwickeln oder über die Fonds
abwickeln lassen. Die AK begrüßt daher ausdrücklich, die vom Rat
geforderte Kompetenzkonzentration und die Trennung von strategischer
und operativer Ebene im Förderungswesen.

Die AK tritt ebenfalls für eine Optimierung des gesamten
Technologieförderungssystems nach den Gesichtspunkten der Effizienz
und Effektivität ein. Dabei sind allerdings Schnellschussaktionen und
übereilte Reorganisationsvorschläge zu einzelnen Fonds - ohne
Evaluation der bestehenden Situation und ohne vorhergehende Einigung
über die Kompetenzverteilung zwischen den Ministerien abzulehnen. So
beruhen die Vorschläge des Rates bezüglich des FFF offenbar zum Teil
auf Informationsmängeln über die derzeitige Förderstrategie des FFF.
Auch der Vorschlag, über das Büro für internationale Forschungs- und
Technologiekooperationen auch Förderungen abzuwickeln wird strikt
abgelehnt, da dies zu einer Vermischung von Beratungs- und
Fördertätigkeit führen würde und darüber hinaus jedenfalls eine
weitere Förderungsansprechstelle geschaffen würde.

Die vom Rat angestrebte institutionalisierte Einbeziehung weiterer
wichtiger gesellschaftlicher und technologiepolitischer Akteure, wie
etwa der Sozialpartner bei der Strategieentwicklung ist nach Ansicht
der AK voll zu unterstützen. Allerdings lehnt die AK die Schaffung
eines weiteren Gremiums ab und fordert die Umgestaltung und
Erweiterung des Rates selbst um diese Institutionen in die
Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Daher fordert die AK von der
neuen Regierung eine Novellierung des Forschungs- und
Technologieförderungsgesetzes in diesem Sinne.

Rückfragehinweis: AK Wien Kommunikation
Christian Spitaler
Tel.: 01 / 50 165 - 2152
mailto:christian.spitaler@akwien.or.at
http://www.akwien.at

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