Offener Brief: Herbergssuche - die Kirche als Vorbild?

Klagenfurt, 2002-12-13 (fpd) Wie geht die katholische Kirche bzw. ein christlicher Orden mit seinen Mitbürgern und langjährigen Mitarbeitern um? Das sehen wir am Beispiel des Elisabethinen-Krankenhauses in Klagenfurt. Knapp vor Weihnachten werden 40 Mitarbeiterinnen - viele von ihnen Mütter und alleinerziehende Frauen - gekündigt und auf die Straße gestellt. Würde das von einem privaten Unternehmen oder einer öffentlichen Institution gemacht, gebe es einen Aufschrei der Gewerkschaft und der Kirche nahestehenden Presse in Kärnten. So aber, geht man zur Tagesordnung über und jene, die immer den Zeigefinger in den Medien erheben, schweigen. Offenbar haben jene, die sich der christlichen Soziallehre verpflichtet fühlen, das Weihnachtsevangelium nicht verstanden, oder handeln anders als sie predigen. Für 40 Frauen heißt es vor Weihnachten, jetzt Herbergssuche!

Dass das Elisabethinen-Krankenhaus zur gleichen Zeit Millionen in die Anschaffung von neuen Computern und einer neuen Telefonanlage investiert, sei nur am Rande erwähnt.

Dr. Martin Strutz

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