VP-Gerstl zu Schicker: Schuster bleib bei Deinem Leisten

Gerstl fordert mehr Geld von der Stadt Wien für S-Bahn-Ausbau

Wien (VP-Klub): Verwundert zeigte sich heute der Verkehrssprecher der Wiener ÖVP Landtagsabgeordnete Mag. Wolfgang Gerstl zu Stadtrat Schickers "Gedanken" zum europäischen Personenverkehr: "Wir finden es zwar begrüßenswert, dass Schicker sich Gedanken über die Wiener Stadtgrenzen hinaus macht, doch trägt er in erster Linie die volle Verantwortung für die Wiener Versäumnisse. Deshalb sollte der SP-Stadtrat all seine Überlegungen auf sein Ressort konzentrieren!"****

In weniger als 3 Wochen stehe Wien zum Jahreswechsel als einziges österreichisches Bundesland ohne Verkehrsdienstevertrag mit den ÖBB da - falls nicht doch noch etwas geschehe. "Für diesen katastrophalen Zustand trägt Schicker die volle Verantwortung", kritisierte Gerstl. Dies bedeute für den Wiener Personenverkehr: kein 15-Minuten-Takt für die S 7 ab Sonntag dem 14.12., keine wirkliche Intervallverdichtung für die S 80, kein Schnellbahnring um Wien. "Doch dies sind bei weitem nicht die einzigen Versäumnisse!" mahnte Gerstl. Es gebe darüber hinaus keine neuen Konzepte für den ruhenden Verkehr, es werde in Schickers Amtszeit keine Verlängerung der U-Bahn stattfinden als auch keine neuen Schienensysteme (wie Cable Liner oder Mini-Metro) Platz greifen.

Weiter stelle sich die Frage ob es richtig sei, dass die Wiener Linien 294,5 Millionen Euro plus 123 Millionen Euro für Sachinvestitionen jährlich für ihre Verkehrsdienstleistungen bekommen, während die ÖBB mit 3,88 Millionen Euro auskommen müssten. "Dieses krasse Missverhältnis muss baldmöglichst beseitigt werden," forderte Gerstl, "im Sinne der 200.000 Wienerinnen und Wiener, die täglich die S-Bahnen benutzen!"

Der VP-Verkehrssprecher richtete abschließend daher folgenden Appell an den SP-Stadtrat: "Wir rufen Stadtrat Schicker auf, die Weihnachtsferien zu nutzen um mehr Zukunftskonzepte für die Infrastruktur in Wien zu entwickeln, als sich ausschließlich über andere Zuständigkeitsbereiche den Kopf zu zerbrechen!"(Schluss)

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