ÖBB-Fahrplan: Schicker warnt vor Verschlechterungen 2003

Viele Änderungen für TEN-Knoten Wien nachteilig

Wien (OTS) - Angesichts des Inkrafttretens des neuen ÖBB-Fahrplans für 2003 am Sonntag, den 15.Dezember, warnte der Wiener Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr, DI Rudolf Schicker, heute vor weiteren Verschlechterungen im internationalen Personenfernverkehr. "Wenn man für den Umstieg von der Straße auf die Schiene eintritt, muss man dort auch für attraktive Angebote sorgen. Auch für den TEN-Knoten Wien ist die Einbindung in ein effizientes Schienennetzwerk äußerst wichtig. Dabei geht es nicht nur um die Schaffung der notwendigen Infrastruktur, auch die Fahrpläne und die Logistik müssen entsprechend leistungsfähig sein", stellte Schicker fest.

Noch immer unkoordinierte Anschlüsse und Qualitätseinbußen

Der EC64 "Mozart" wird als Direktverbindung zwischen Wien und Paris gestrichen. Zukünftig müssen die Fahrgäste somit tagsüber in München umsteigen, wenn sie von Wien aus eine Stadt westlich von München erreichen wollen. Zwischen Wien und Amsterdam entfällt hingegen die direkte Nachtverbindung in Form des EN "Donauwalzer" -hier ist zukünftig ein Umstieg samt Gepäck in Köln notwendig.
Wer von Berlin oder Prag über Wien nach Rom reisen will, sieht am Wiener Südbahnhof nach wie vor nur mehr die Rücklichter des Anschlusszugs. Wenn der EC173 "Vindobona" nämlich um 19.36h in Wien Süd eintrifft, ist der "Anschlusszug" EN235 "Remus" bereits 7 Minuten vorher abgefahren.

Radikale Liberalisierung verkehrspolitisch gefährlich

Schicker warnte auch neuerlich vor einer Trennung der Bahn-Bereiche in "Absatz" und "Infrastruktur": "Zukünftig werden zwar gesamteuropäische Schienenverkehrsnetze entwickelt, welche Betreiber diese nutzen werden, entscheiden dann bei überstürzten Lösungen aber primär marktwirtschaftliche Mechanismen. Ob dabei immer die volkswirtschaftlich optimale Lösung im Sinne der Daseinsvorsorge herauskommt, bleibt dahingestellt. So sehr ich ein Verfechter von PPP-Modellen bin, radikale Liberalisierung muss nicht immer zu den besten Lösungen führen" (Schluss) hei

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