Swoboda: Erweiterung der EU bedeutet auch kulturelle Bereicherung

Wien (SK) "Polen ist ein Land mit großem geistigen,
kulturellen und intellektuellen Potential. Da gibt es viel zu entdecken", betonte der Delegationsleiter der SPÖ-Abgeordneten im europäischen Parlament Hannes Swoboda Donnerstag Abend im Rahmen der Präsentation der Literaturzeitschrift "Podium" zum Länderschwerpunkt Polen. Die EU-Erweiterung könne als Geschenk an beide Seiten verstanden werden, betonte Swoboda. Einerseits biete die EU den Erweiterungsländern einen großen Markt und finanzielle Unterstützung, andererseits erfahre der Westen durch die Erweiterung, neben wirtschaftlichen Vorteilen, auch ein großes Ausmaß an kultureller Bereicherung.****

Die letzten Jahre seien von einem gegenseitigen Betasten zwischen Ost- und Westeuropa geprägt gewesen, konstatierte der EU-Abgeordente. Trotz allem würden bis heute noch Missverständnisse bestehen. "Die Erweiterungsländer haben oftmals noch nicht den Sinn einer politischen Union begriffen", bemerkte Swoboda. Bei Polen müsse man sich fragen, ob dieses Land den Weg eines politischen Europas überhaupt gehen möchte. Bei der Erweiterung seien in den letzten Jahren häufig nur die positiven und negativen wirtschaftlichen Auswirkungen, wie der größere Markt oder die Angst um Arbeitsplätze, im Mittelpunkt gestanden, das Kulturelle sei zu wenig betont worden.

Der Gipfel von Kopenhagen solle nun über die größte Erweiterung in der Geschichte der EU entscheiden. Der eiserne Vorhang habe diesen Kontinent getrennt. Jene Länder, die in der Vergangenheit gar keine Möglichkeit hatten, sich für die Integration zu entscheiden, hätten nun endlich die Chance, einem gemeinsamen Europa anzugehören, sagte Swoboda abschließend. (Schluss) sw

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