• 13.12.2002, 10:04:41
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Tumpel gegen Pendlerbelastung: Schluss mit den Bahnpreiserhöhungen

AK Pendleraktion: Bahn fahren wird ab Jänner empfindlich teurer, vor allem dort, wo der Großteil der Pendler unterwegs ist

Wien (AK) - Ab Jänner 2003 müssen Pendler etwa für die Strecke
Bruck an der Leitha nach Wien um 7,40 Euro mehr für eine
Bahnmonatskarte zahlen, sagt AK Präsident Herbert Tumpel heute,
Freitag, anlässlich des AK Pendleraktionstages. Auf dieser typischen
Pendlerentfernung, wo es am teuersten wurde, sind die meisten
ArbeitnehmerInnen unterwegs. Seit 2000 zahlen sie auf diesen Strecken
um rund 23 Euro mehr. In dieser Zeit haben die ÖBB die Preise vier
Mal erhöht. Das ist unfair. Die Pendler müssen entlastet werden:
Daher Schluss mit den Bahnpreiserhöhungen. Was die Pendler schon in
den letzten Jahren mehr bezahlt haben, muss ihnen wieder zu Gute
kommen: Das Bahnservice muss weiter verbessert werden, mehr Züge und
kürzere Intervalle. Außerdem muss das Pendlerpauschale um 30 Prozent
erhöht werden, verlangt Tumpel von der nächsten Regierung. Das bringt
den Pendlern 36 Millionen Euro als Ausgleich für ihre Mehrkosten für
die Arbeitswege.

Pendeln kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld, sagt Tumpel. Die
mit 1. Jänner 2003 angekündigten Bahnpreiserhöhungen treffen wieder
vor allem die Pendler. Ihre Arbeitswege werden teurer - um bis zu
fast 10 Prozent mehr werden die Wochen- und Monatskarten auf
Pendlerstrecken kosten. Auf der typischen Pendlerstrecke, wo die
meisten Pendler fahren, kostet die Monatkarte um 7,40 Euro (Wien -
Bruck an der Leitha) mehr. Gerade für diese Entfernung wurden die
Preise seit Jänner 2000 um fast 23 Euro (knapp 35 Prozent) erhöht:
Allein im Jahr 2000 machte die Verteuerung im Jänner um 2,90 Euro
mehr aus (+ 4,44 Prozent), die abermalige Erhöhung im Juli um 7,27
Euro (+10,6 Prozent) mehr. Im Jahr darauf mussten die Pendler um 5,02
Euro (7 Prozent) und im Jänner 2003 wiederum fast 7,40 Euro (10
Prozent) mehr zahlen. Das ist unfair - vier Verteuerungen innerhalb
von drei Jahren sind zuviel.

Es gibt zwar mit dem neuen ÖBB Fahrplan bessere Verbindungen im
Pendlerverkehr, aber die Pendler zahlen kräftig die Verbesserungen im
Fernverkehr mit. Den Pendlern, die ihren täglichen Arbeitsweg mit der
Bahn zurücklegen, hilft das wenig, kritisiert Tumpel. Die
Verbesserungen im Fahrplan, die die AK auf wichtigen
Pendlerbahnstrecken erreichen konnte, sind daher nur ein erster
Schritt. Tumpel: Die Arbeitswege dürfen nicht weiter verteuert
werden, sondern müssen kürzer und bequemer werden. Denn Ziel muss es
sein, möglichst viele Autopendler zum Umsteigen auf öffentliche
Verkehrsmittel zu bewegen.

Der neue Fahrplan bringt vor allem neue EURegio Züge. Sie helfen
eigentlich nur einigen wenigen Pendlern, die in den Grenzregionen zB
zu Ungarn oder Tschechien wohnen, denn die meisten Zügen fahren
nicht zu den typischen Pendlerzeiten. Der Großteil der Pendler hat in
der Ostregion wenig davon, so Tumpel. Derzeit gibt es rund 220.000
Tagespendler aus Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark,
die mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wien
einpendeln. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Wien kommt,
will kurze Fahrzeiten und Komfort, betont Tumpel. Das Angebot an
Verkehrsmitteln muss mithalten. Daher haben wir im Frühjahr eine
Aktion gestartet, damit Pendler schneller und bequemer in die Arbeit
kommen. Die AK hat erreicht, dass die Bundesbahnen im neuen
Dezemberfahrplan auf konkrete Wünsche der PendlerInnen eingehen:
- Auf der Nordwestbahn werden neue Eilzüge in der Früh (ab 7.45 und
8.50 Uhr) von Hollabrunn nach Wien eingesetzt. Am Nachmittag gibt es
neue Eilzüge von Wien Nord nach Hollabrunn um 13.50 Uhr und um 17.00
Uhr. Von Wien Süd fahren die neuen Eilzüge um 15.50 und 19.50 Uhr ab.
- Auf der Nordbahn gibt es neue Abfahrtszeiten am frühen Nachmittag
von Gänserndorf (14.08 Uhr) nach Bernhardsthal.
- Die S7 von Wolfsthal nach Wien wird wieder ab bzw bis Wien Nord
fahren. Neue Haltestellen in St Marx und Geiselbergstraße. Die AK
wird sich hier weiter für einen 15-Minuten-Takt einsetzen
- Auf der Ostbahn (Wien - Neusiedl- Nickelsdorf) gibt es für Züge aus
Petrzalka neue Halte in Parndorf-Ort und ab Mai 2003 auch neue Loks.
- Auf der Südbahn gibt es im Morgenverkehr ein neues Taktsystem
zwischen Neustadt und Wien.
- Auf der Westbahn wird ab St. Pölten eine zusätzliche S-Bahn im
Morgenverkehr um 7.10 Uhr eingesetzt. E 1707 hält zusätzlich in
Eichgraben um 7.30 Uhr. Im Rückreiseverkehr gibt es zwischen Wien
West und Tullnerbach dichtere Intervalle - die S-Bahnen fahren im 30
Minutentakt.

Service: Im "Kleinen Pendlerfahrplan 2003 - Wien und Umgebung"
der AK finden Pendler die wichtigsten Bahn- und
Schnellbahnverbindungen von und nach Wien sowie die U Bahn Linien als
AK plus Service für Ihren Arbeitsweg. Den Fahrplanauszug können Sie
am AK Bestelltelefon unter 310 00 10 392 oder per E-Mail
bestellservice@akwien.at anfordern.

Rückfragehinweis: Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
Tel.: ( ++43-1) 501 65 2677
mailto:doris.strecker@akwien.at
http://www.akwien.at

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