ÖAMTC kritisiert unflexible Verkehrsbeschränkungen

Unter dem Motto "Schön wär's, wenn ... " präsentiert der Club Lösungsansätze zu aufgezeigten Missständen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Schön wär's, wenn Verkehrsbeschränkungen flexibel und bedarfsgerecht gestaltet werden. Vielerorts werden zahlreiche Tempo-30-Zonen von den Kraftfahrern als Schikane empfunden, weil ihre Notwendigkeit nicht einsichtig ist. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Beschränkungen im Bereich von Schulen sowohl rund um die Uhr als auch an schulfreien Wochenenden gelten. "Ihr eigentliches Ziel, den Kindergarten- und Schulweg sicherer zu machen, ist voll zu unterstützen, aber inflationäre Beschränkungen, die übers Ziel schießen, lehnt der ÖAMTC ab", erklärt Clubjurist Fritz Tippel. Die Notwendigkeit von Tempo 30 wie in der Wipplingerstraße vor dem Ring ist für den Juristen ein solches Beispiel. Durch diese Beschränkung entwertet man an sich sinnvolle Instrumente zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Mehr als bisher soll nach Ansicht der Clubexperten von flexiblen und bedarfsgerechten Regelungen Gebrauch gemacht werden. In Kindergarten- oder Schulbereichen könnte die Geschwindigkeits-Beschränkung von 30 km/h also in der Nacht, am Wochenende und in Ferienzeiten wieder aufgehoben werden.

Ähnliches kann auch ganz einfach außerhalb der Verkehrsspitzen an vielen Kreuzungen für Links-Abbiege-Verbote und für Tempolimits in Baustellen-Bereichen an baufreien Wochenenden auf Autobahnen gelten. So ist einerseits zu Verkehrsspitzenzeiten für den ÖAMTC-Juristen auch das Links-Abbiege-Verbot wie in der Kaiserstraße/Westbahnstraße im siebenten Wiener Gemeindebezirk sinnvoll. Notwendige Umwegfahrten von rund 800 Metern Länge sind andererseits außerhalb der Spitzenzeiten sowohl gegenüber den betroffenen Kraftfahrern, der Wohnbevölkerung und dem Umweltschutz nicht zu verantworten. "Wird dem Kraftfahrer das Gefühl vermittelt, dass die Beschränkungen nur im tatsächlich notwendigen Umfang erlassen worden sind, wird er eher bereit sein, sie einzuhalten. Schließlich verlangt auch das Gesetz, dass Beschränkungen 'erforderlich' sein müssen", erläutert Fritz Tippel.

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ÖAMTC-Pressestelle/Sabine Fichtinger

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