Beck: Bischof Eders Aussagen falsch und gefährlich!

Der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, Dennis Beck, bezeichnet Aussagen Eders in NEWS als unrichtig, diskriminierend und gesundheitsabträglich

Wien (OTS) - Mit aller Entschiedenheit weist der Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich, Dennis Beck, die Aussagen vom Salzburger Erzbischof Georg Eder in Sachen AIDS zurück. "Zwanzig Jahre nach Auftreten der Krankheit noch immer von der "Strafe Gottes" und von "pervertiertem Sexualleben" als Ursache der Krankheit zu sprechen, widerspricht allen Prinzipien der Lernfähigkeit, der Wissenschaft und der Menschlichkeit", kontert Beck. "Während große Teile der Kirche infizierten und kranken Menschen mit christlicher Nächstenliebe und sozialem Engagement entgegen treten, gibt es leider noch immer Stimmen der Verurteilung und Diskriminierung", führt der Geschäftsführer weiter aus. Dies bewirke die Verstärkung des "sozialen AIDS", welches die Betroffenen neben den körperlichen Beeinträchtigungen ertragen müssen.

Als besonderen Zynismus sieht Beck das Auseinanderdividieren der HIV-infizierten Menschen in "Schuldige und Unschuldige". "Kein Mensch steckt sich mit Absicht an. Bei Krankheit ist Schuldzuweisung völlig fehl am Platz, sondern Menschlichkeit und Fürsorge gefordert" appelliert Dennis Beck.

Der Gesundheitsexperte weist auch auf die Folgen solcher Aussagen für alle Gesundheitsaktivitäten und Präventionsbemühungen hin:
"Wichtige Grundlage für zielgruppenspezifische Prävention ist ein angst- und diskriminierungsfreies Klima. Wer ins Eck gedrängt wird, ist für Präventionsbotschaften kaum erreichbar", warnt Beck und fügt hinzu: "Wer Gesundheit gemäß der Definition der WHO als umfassendes Wohlbefinden versteht, welches physische, soziale und psychische Aspekte einschließt, muss postulieren, dass Diskriminierung und Ausgrenzung krank machende Faktoren sind".

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