59 Prozent der Österreicher befürworten EU-Erweiterung

Neue EUROBAROMETER-Umfrage der Europäischen Kommission

Wien (OTS) - 59 % der Österreicher befürworten derzeit die Erweiterung der Union, 32 % lehnen sie ab. Weitere 5 % der Österreicher machen ihre Meinung dazu von dem jeweiligen Kandidatenland abhängig und ebenso viele äußern sich nicht dazu. Unionsweit liegt die Zustimmung der Bürger zur Erweiterung bei 66 %. 21 % von ihnen sprechen sich dagegen aus und für 3 % hängt es von dem Beitrittsland ab. Dies geht aus einer heute veröffentlichten EUROBAROMETER-Umfrage der Europäischen Kommission zum Thema der Erweiterung hervor, die in allen Mitgliedstaaten der Union im November 2002 durchgeführt worden war.

Derselben Umfrage zufolge errachten 39 % der Österreicher die Erweiterung als persönlich "wichtig" und 58 % als "nicht wichtig". 4 % der Befragten geben keine eindeutige Auskunft. Unionsweit ist für 50 % der Bürger die Erweiterung persönlich wichtig, während sie für 46 % nicht wichtig ist. Am wichtigsten ist die EU-Erweiterung für die Iren, Griechen und Italiener, am unwichtigsten für die Dänen und Finnen.

Nach der Bedeutung der Erweiterung für ihr Land befragt, stufen 69 % der Österreicher diese als wichtig sein. 26 % beurteilen sie als "nicht wichtig" und 6 % als "überhaupt nicht wichtig" für ihr Land. 5 % machen keine Angaben. Damit liegt Österreich ganz nahe beim EU-Durchschnitt.

Die Frage, ob die Erweiterung zu einer Verringerung der Kriegsgefahren und Konflikte in Europa beiträgt, wird von 60 % der Österreicher bejaht. Diesbezüglich sind die Österreicher weniger optimistisch als die Bürger der übrigen Mitgliedstaaten, die im Durchschnitt zu 69 % dieser Meinung sind. Die Deutschen stehen diesbezüglich, mit einer Zustimmungsrate von 75 % der Befragten, an der EU-Spitze.

Für 71 % der Österreicher wird die Erweiterung ihr Land viel kosten. Unionsweit wird diese Meinung von 65 % der Bürger geteilt. In Frankreich und den Niederlanden ist sie am weitesten verbreitet. Dort glauben 76 bzw. 74 % der Bürger, dass die Erweiterung ihr Land viel kosten wird.

Die Erweiterung bringt nach Auffassung von 43 % der Österreicher eine Verringerung der sozialen Vorteile mit sich. Am pessimistischsten in dieser Beziehung sind die Deutschen und Franzosen. 59 bzw. 51 % von ihnen rechnen mit sozialen Verschlechterungen in ihrem Land als Folge der Erweiterung. Unionsweit teilen 43 % der Bürger diese Ansicht.

Von der EU-Erweiterung versprechen sich 65 % der Unionsbürger eine Erleichterung hinsichtlich der Lösung von Umweltproblemen. Die Österreicher sind diesbezüglich weniger optimistisch: 47 % der Befragten teilen hiezulande diese Meinung.

Für 44 % der Unionsbürger wird als Folge der Erweiterung die Arbeitslosigkeit in ihrem Land zunehmen. In Österreich sind gar 54 % der Befragten dieser Auffassung. Am optimistischsten urteilen diesbezüglich die Dänen, Schweden, Iren und Finnen. Nur jeder Dritte von ihnen hegt eine deratige Befürchtung.

Eine klare Mehrheit der Unionsbürger (61%) befürchet auch, dass sich die Erweiterung negativ auf den Kampf gegen die Kriminalität und den Drogenhandel auswirken wird. In Österreich teilen 70 % der Befragten diesen Standpunkt. Was die Kontrolle der illegalen Einwanderung angeht, versprechen sich 42 % der Unionsbürger eine Verbesserung infolge der Erweiterung. In Österreich sind es 35 %.

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