Strom und Wärme aus Biomasse für Wiener Neustadt Utl: Inbetriebnahme der Verstromungsanlage durch LR Sobotka

St. Pölten(NLK) - In der Wiener Neustädter "Civitas Nova", wo die EVN bereits eine große Fernwärmeanlage mit Biomasse betreibt, ist nun auch eine Pilotanlage zur Stromproduktion aus Hackschnitzel fertiggestellt worden. Die Anlage kann aus Biomasse eine Leistung von 720 kW thermisch und 580 kW elektrisch für Strom und Wärme erzeugen. Schon derzeit stammen etwa 90 Prozent der Wärme für das gesamte Wiener Neustädter Versorgungsnetz aus Biomasse. Alleine die zur Stromerzeugung eingesetzte Biomasse erspart rund 11.000 Tonnen CO² pro Jahr. Die kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse wird den Einsatz von etwa nahezu einer Million Liter Öl pro Jahr ersetzen.

Erfüllt diese Pilotanlage die Projektvorgaben wie wirtschaftliche Betriebsweise und hoher Wirkungsgrad, können zahlreiche der bereits bestehenden 28 Biomasseanlagen der EVN entsprechend ausgestattet werden, um zusätzlich zur Wärme auch Strom aus Biomasse zu erzeugen. "Umweltschutz genießt in Niederösterreich einen hohen Stellenwert. Vier von fünf Niederösterreichern schätzen Umweltschutz für wichtig ein. Voll im Trend liegt das Klimabündnis, das mit 55 Prozent einen hohen Zuspruch genießt. Biomasse-Anlagen in Niederösterreich sind ein wichtiger Bestandteil zur Erreichung unserer Klimabündnis-Ziele. Ein Viertel der Anlagen Österreichs stehen in unserem Bundesland, derzeit knapp über 160. Sie bringen jährlich eine CO²-Reduktion von 105.000 Tonnen und schonen so unsere Umwelt", so Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.

Seit 1993 betreibt die EVN neben ihren mit Erdgas betriebenen Anlagen auch Fernheizwerke und Nahwärmeanlagen, in denen Biomasse zum Einsatz kommt. Mit 28 Anlagen und einem Verbrauch von mehr als 260.000 Schüttraummetern Biomasse pro Jahr ist die EVN seit Jahren der größte Biomasse-Wärmeversorger Österreichs. Insgesamt verfügen die von der EVN betriebenen Biomasseanlagen heute über eine thermische Leistung von 60,5 MW.

Für die heimische Land- und Forstwirtschaft bietet der Einsatz von Biomasse zur Wärme- und Stromerzeugung den Vorteil, dass über langfristige Lieferverträge der Absatz von Waldhackgut, Rinde und Sägenebenprodukten sinnvoll abgesichert werden kann. Schließlich bringt die Nutzung von Biomasse auch für die Umwelt eine erhebliche Entlastung, da der Ersatz vieler einzelner Feuerungsanlagen durch eine zentrale, professionell betriebene Kesselanlage die Luftbelastung ganz beträchtlich verringert.

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