Lichtenberger: Schüssel darf Obergrenze bei Transitfahrten nicht aufgeben

Sonst droht Verdoppelung des Transitverkehrs

Wien (OTS) "Bundeskanzler Schüssel darf beim EU-Gipfel in Kopenhagen nicht auf die Obergrenze bei den Transitfahrten verzichten, sondern er muß auf Neuverhandlungen samt Obergrenze pochen", so Eva Lichtenberger, Verkehrssprecherin der Grünen. Andernfalls ist nach 2003 mit einer Verdoppelung des Transitverkehrs binnen weniger Jahre in ganz Österreich zu rechnen. Dieser Belastungszunahme für Mensch und Umwelt, die FPÖ und ÖVP maßgeblich mit zu verantworten hätten, ist der Bevölkerung nicht zuzumuten.

Zu befrüchten ist allerdings, daß Schüssel noch viel weitere Kompromisse einzugehen bereit ist, wie sich gestern schon im Hauptausschuss des Parlaments abgezeichnet hat. Klar wurde in der Sitzung, dass Schüssel die Obergrenze nicht mehr verteidigen wird. Die von einigen Ratsmitgliedern schon vorgeschlagene Ausnahmebestimmung für die sogenannten EURO-4-LKW würde eine zusätzliche Aufweichung der Transitregelung bedeuten, die keinesfalls hingenommen werden darf. Schon bei EURO-2 und EURO-3 -Schwerfahrzeugen hat sich herausgestellt, dass sie keinesfalls so "sauber" sind, wie die Zertifikate aus dem Testbetrieb belegen.

"Sollte Schüssel auch in dieser Frage nachgeben, wäre der Schaden für die transitgeplagten Anrainer noch schlimmer als bisher erwartet! Mensch und Natur in Österreich können keine weitere Schadstoffbelastung ertragen", so Lichtenberger.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro der Grünen im Parlament
Tel.: 0664-4151548
http://www.gruene.at
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004