Leitl ruft Tschechisch-Österreichische Wirtschaftskontaktbörse ins Leben

"EU-Erweiterung soll zur gemeinsamen Erfolgsstory werden"

Wien (PWK901) - Am Vortag der Entscheidung beim EU-Gipfel in Kopenhagen und damit im Finish der Beitrittsverhandlungen u.a. auch von Tschechien begrüßte heute, Mittwoch, WKÖ- und Eurochambres-Präsident Christoph Leitl Jaromír Drábek, den Präsidenten der Wirtschaftskammer der Tschechischen Republik.

Das Zusammentreffen erfolgte im Rahmen der von der Wirtschaftskammer Österreich ins Leben gerufenen Tschechisch-Österreichischen Wirtschaftskontaktbörse in Wien.
Leitl bezeichnete Tschechien als "starken Nachbarn im Norden". Er sprach sich dafür aus, "die EU-Erweiterung zur gemeinsamen Erfolgsstory" werden zu lassen. Das Ziel sei die Schaffung einer "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten: eine wirtschaftlich und sozial ausgewogene Entwicklung sowie die Förderung der regionalen Zusammenarbeit zum Wohle von Wirtschaft und Bevölkerung.

Tschechiens Wirtschaftskammer-Präsident Drábek, seit einem halben Jahr in diesem Amt, bezeichnete die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Nachbarländern als "ausgezeichnet". Ziel einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Tschechien und Österreich sei eine strategische Partnerschaft zur Stärkung der jeweiligen Position, eine Kooperation, "von der beide Seiten profitieren", so Drábek.

Tschechiens Wirtschaft ist trotz Wachstumsabschwächung weiter auf der Überholspur. Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) betrug im Jahr 2001 + 3,6 %. Prognosen für 2002 bzw. 2003 sprechen von einem Wachstum in der Höhe von + 2,5 bzw.
+ 3,3 %.

Der intensive Außenhandel zwischen Österreich und Tschechien birgt weiterhin ein großes Potential. Von Jänner bis August konnten Österreichs Exporte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres trotz schwacher Konjunktur um rund 1 % auf
1,4 Milliarden Euro gesteigert werden, die Importe stiegen um 2,1 % auf 1,4 Milliarden Euro. Der bilaterale Handel ist daher ausgeglichen. Die Tschechische Republik liegt auf der Liste von Österreichs bedeutendsten Handelspartnern exportseitig an achter, importseitig bereits an siebenter Stelle.

Mit einem Anteil von über 60 % dominieren die Warengruppen "Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge" und "bearbeitete Waren" den bilateralen Handel klar. Für österreichische Unternehmen erfreulicher Weise auffallend hoch fallen Exportsteigerungen u.a. bei Getränken, Leder und Lederprodukten, Arzneiwaren, Sportartikeln sowie Werkzeugen für Kunststoffindustrien aus, wo auch weiterhin gute Exportchancen bestehen.

Mit einem Investitionsvolumen von 3,2 Milliarden Euro per Jahresende 2001 behauptet Österreich weiterhin seine Stellung als drittwichtigster Auslandsinvestor in Tschechien. (JR )

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