Neun Prozent mehr Österreicher sehen EU-Mitgliedschaft positiv

Neueste Ergebnisse einer EUROBAROMETER-Umfrage

Wien (OTS) - In den letzten sechs Monaten ist die Zahl der Österreicher, die die EU-Mitgliedschaft als eine "gute Sache" betrachten, um neun Prozent gestiegen. Diesbezüglich verzeichnet Österreich von allen EU-Ländern die höchste Zuwachsrate. Nunmehr bewerten 46 % der Österreicher die Mitgliedschaft ihres Landes in der Union positiv; 13 % (3% weniger als im Frühjahr 2002) bezeichnen sie als eine "schlechte Sache", und für 35 % (- 6%) ist sie "weder gut noch schlecht". Im EU-Durchschnitt sehen 55 % der Unionsbürger die EU-Mitgliedschaft ihres Landes als eine gute Sache an, 10 % als eine schlechte Sache und 29 % als weder gut noch schlecht. Auch bei der Frage nach dem Nutzen der EU-Mitgliedschaft nahmen in Österreich die positiven Antworten am stärksten zu: 48 % der Österreicher - das entspricht einem Plus von 8 % gegenüber dem Frühjahr 2002 - sind jetzt der Meinung, dass ihr Land von der EU-Mitgliedschaft profitiert habe. 33 % sind gegenteiliger Ansicht und 19 % zeigen sich unentschieden. Dies geht aus der heute veröffentlichten neuesten EUROBAROMETER-Umfrage der Europäischen Kommission hervor, die zwischen Anfang Oktober und Mitte November 2002 in allen Mitgliedstaaten durchgeführt worden war.

In derselben repräsentativen Umfrage unterstützten 75 % der Österreicher die Einführung des Euro (+3%), 16 % (-3%) lehnten sie ab und 9 % waren unentschieden. Im EU-Durchschnitt befürworten nunmehr 63 % der Unionsbürger den Euro, während 30 % ihm ablehnend gegenüberstehen. Damit hat die Akzeptanz des Euro unionsweit in den letzten sechs Monaten um 4 % abgenommen. Die meisten Befürworter des Euro finden sich nach wie vor in Luxemburg: 89 % der Bürger des Großherzogtums begrüssen die Einführung des Euro. Am wenigsten Sympathien geniesst der Euro in Großbritannien (nur 28 % der Briten sind für dessen Einführung). In allen anderen Mitgliedstaaten der Union spricht sich eine Mehrheit der Bürger zugunsten des Euro aus. Während 77 % aller Befragten in der Euro-Zone angaben, als Folge der Euro-Einführung seien die Preise in allen Sektoren generell nach oben aufgerundet worden, teilen nur 61 % der Österreicher diese Meinung. Dagegen sprachen 27 % der Österreicher (gegenüber 15 % aller Befragten in der Euro-Zone) von einer generellen Aufrundung der Preise in "gewissen Sektoren".

70 % der Österreicher befürworten eine gemeinsame Außenpolitik der Union, 17 % lehnen eine solche ab und 13 % zeigen sich diesbezüglich unentschlossen. Für eine gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik der Union sprechen sich 65 % der Österreicher aus. Im EU-Durchschnitt sind 67 % der Bürger für eine gemeinsame Außenpolitik und 73 % für eine gemeinsame Außen- und Verteidigungspolitik. Eine Europäische Verfassung heißen 66 % der Österreicher willkommen. Damit liegen sie ziemlich nahe am EU-Durchschnitt.

68 % der Österreicher wollen zum Schutz nationaler Interessen an dem Vetorecht der Mitgliedstaaten bei EU-Entscheidungen festhalten, 16 % sind dagegen. Ebenfalls 16 % sind in dieser Frage unentschieden. Im EU-Durchschnitt wollen 53 % der befragten Bürger an dem Vetorecht nicht rütteln; 24 % sprechen sich für dessen Abschaffung aus, und 23 % bekunden keine klare Meinung.

Was die künftige Bestellung des Präsidenten der Europäischen Kommission anbelangt, wünschen sich 33 % der befragten Österreicher dessen Direktwahl durch die Unionsbürger und 30 % eine Wahl durch das Europäische Parlament. 20 % wollen, dass der Kommmissionspräsident von den Staats- und Regierungschefs ernannt wird. Im EU-Durchschnitt befürworten 14 % der Befragten die letztere Option, 28 % geben der Wahl durch das Europäische Parlament und 40 % der Direktwahl durch die Bürger den Vorzug.

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