Überplattung der A 23 fertiggestellt

Erster großer Schritt zur Errichtung der "Monte Laa"

Wien (OTS) - Der erste große Schritt zur Errichtung der "Monte
Laa" ist getan: die Fertigstellung der Überplattung der A 23/Südosttangente bei der Laaer Berg-Straße. Die Plattentaufe durch die Vorsteherin des 10. Bezirks, Hermine Mospointner, wurde am späten Nachmittag des Dienstags vorgenommen - trotz der beißenden Kälte hatten sich zahlreiche Favoritnerinnen und Favoritner eingefunden. Die Bezirksvorsteherin wies in ihrer Eröffnungsansprache auf die große Bedeutung des Vorhabens hin und sagte unter anderem: "Mit diesem Projekt wächst hier der Bezirk zusammen, es wird eine Esplanade zwischen der Absberggasse und der Ureselbrunnengasse entstehen. Tausende Menschen werden auf diesem Areal mit vorbildlicher Lebensqualität wohnen und arbeiten können". Der Generaldirektor der Allgeminen Baugesellschaft A. Porr AG, DI Horst Pöchacker, verwies in seiner Rede darauf, dass der neue Stadttunnel, der den Namen "Absbergtunnel" (nach der in der Nähe liegenden Gasse) haben wird, zur Gänze privat finanziert wurde. Die Immobilienexperten der Porr hätten eine Lösung gefunden, wie man den Bezirk über der stark befahrenen Verkehrsader zusammenführen und den Raum darüber nutzen könne. Mir der Errichtung der ersten vier Wohnobjekte wird bereits in den kommenden Monaten begonnen.

Mittels modernster Tunnelbautechnik wurde die Basis für den neuen Stadtteil "Monte Laa" errichtet, dazu kaufte die Porr AG, deren Lagerplatz von der Stadtautobahn durchschnitten worden war, einen 220 Meter langen Abschnitt der Tangente vom Bund zurück; die Nutzung dieses Streckenteils der A 23 wird künftig durch einen Servitutsvertrag zwischen der Porr AG und dem Bund geregelt. Die Errichtung des Verkehrsbauwerks hatte knapp ein Jahr gedauert, und musste, wie Porr-Bauleiter DI Otto Raschauer erläuterte, im Einvernehmen mit der MA 46 - Verkehrsorganisation, unter ständigem Aufrechterhalten des Fließverkehrs auf drei Spuren je Richtungsfahrbahn bewältigt werden. Nur kurzzeitig in den Nachtstunden waren Verkehrsbeschränkungen bzw. die Sperre von Fahrspuren erforderlich.

Die Überplattungskonstruktion, also der neue "Absbergtunnel", die grundsätzlich dem Emissionsschutz und der Baulandbeschaffung dient, besteht im Querschnitt aus einem zweizelligen Rahmentragwerk von jeweils 16,0 Metern Breite und der schon erwähnten Länge von 220 Metern. Das Rahmentragwerk aus Stahlbeton ist auf Pfählen gegründet, es schließt nach Süden an die bestehende Laaer Berg-Brücke an und endet nach Norden 80 Meter vor dem Ferdinand Löwe-Steg. Entlang der westlichen Seite verläuft ein durchgehender Kollektor, der an beiden Tunnelenden durch Bauwerke für die energie- und signaltechnischen Erfordernisse abgeschlossen wird. Der neue Straßentunnel wird zwecks Überwachung an die Tunnelleitwarte der MA 28 - Autobahnmeisterei Kaisermühlen, angeschlossen sein.

Im Endzustand wird, dem A 23-Porjekt folgend, der Fahrbahnquerschnitt jeweils 4 Fahrspuren je Richtung - und damit eine mehr als bisher - aufweisen, was der Flüssigkeit und Sicherheit der Verkehrsabläufe zugute kommen sollte. Wie überhaupt auf Sicherheitstechnik nach dem neusten Stand Wert gelegt wurde: Eine Notstromanlage wurde ebenso wie Notruf-Nischen installiert, die Überwachung mittels Videokameras erfolgt rund um die Uhr durch die schon erwähnte Tunnelleitwarte, erleichtert dadurch, dass der Tunnel kurvenfrei verläuft. Die von der Baufirma finanzierten Gesamtkosten der Tunnelerrichtung liegen bei rund 16,1 Millionen Euro (rund 220 Millionen Schilling). (Schluss) pz

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