Haider im NEWS-Interview: "Ich will mir das nicht mehr antun."

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen erscheinende
Ausgabe des Nachrichten-magazins NEWS bekräftigt Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider, der dieses Interview in Klagenfurt gab, während in Kärnten der FPÖ-Parteitag tagte und der ausschließlich bereit war, über Privates zu sprechen, über seine Empfindungen angesichts des Wahlergebnisses vom 24. November: "Ich nehme es relativ locker, weil sich das Ergebnis doch lange abgezeichnet hatte. Mir war mit dem Rücktritt der drei Kollegen klar, dass nun der Entwicklungsprozess der FPÖ gestoppt ist. Ich hab nur Unverständnis. Meine Aufbauarbeit ist ist somit zunichte gemacht. Im Grunde hab ich mich gefragt, ob mein Einsatz mit dem Ergebnis noch im Einklang steht. Und das ist nicht der Fall. Drum gehe ich jetzt aus der Bundespolitik." Seinen Plan, Kanzler zu werden, hätte er "zurückgestellt": "Für immer. Man darf nicht unrealistischen Dingen nachhängen. Ich will mir das wirklich nimmer antun."

Medienspekulationen über seinen Geisteszustand kommentiert Haider verärgert: "Ich erkenne das als neue Form einer psychologischen Kriegsführung: nach der Nazi-Welle, Briefbomben, der Steuerhinterziehung und dem Kokain haben sie halt jetzt was Neues gefunden. Man versuchte, mich für geistesgestört zu erklären. Haider in die Gummizelle! Ersatzstrategien, weil man mich politisch nicht bekämpfen kann. Methoden, wie sie normalerweise in Diktaturen gegen Systemkritiker angewandt wurden."

Ihn, Haider, träfe keine Mitverantwortung am Scheitern der FPÖ. Haider: "Ich habe mir wirklich nichts vorzuwerfen. Mit etwas Abstand wird man das erkennen." Mit dem Umstand, nicht mehr beliebt zu sein, könne er leben. Haider: "Ich habe immer 75 Prozent gegen mich gehabt. Kärnten war nur kurzfristig irritiert."

In Zukunft soll bei Haider die Freizeit nicht mehr zu kurz kommen. Konkrete Pläne? Haider: "Einen Ironman möchte ich noch bewältigen und Reisen in den arabischen Raum."

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