Dirnberger: Expertenpapier zu Pensionen sprüht vor sozialer Kälte

Panikmache durch sogenannte Experten als Einbegleitungsdroge für schwere Verschlechterungen

Wien (OTS) - Das hätten Volksschüler auch zusammengebracht, einfach zusammen zu streichen und zu kürzen, ist wahrlich keine Meisterleistung.Mit diesen Worten kommentierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB-FCG-Fraktion) die bekannt gewordenen Vorschläge der Expertengruppe zur Pensionsreform.Das Papier sprüht nur so vor sozialer und menschlicher Kälte, betont Dirnberger.

Er, Dirnberger, sehe diese Vorschläge der sogenannten Expertenkommission als eine neoliberale Kampfansage, die das Vertrauen in das Pensionssystem zur Vorbereitung der Bevölkerung auf schwere Verschlechterungen erschüttern solle. Der Rückzug des Staates solle damit radikal vorangetrieben werden. Dirnberger:Im Jahr 1975 war der Bundeszuschuss zu den Pensionen noch über 31 Prozent, 1999 betrug er nur mehr 24 Prozent. Dieses Faktum wird von den sogenannten Experten, die auftragsgemäß Panikmache betreiben, ignoriert.

Dirnberger wirft der sogenannten Expertenkommission vor, sich ausschließlich auf Verschlechterungen bei den Pensionen beschränkt zu haben. Das gesetzliche Pensionsantrittsalter erhöhen zu wollen und zugleich gravierende Abschläge bei den Pensionen wegen langer Versicherungsdauer zu planen, zeige blanke Unkenntnis des Arbeitsmarktes. Wenn ArbeitnehmerInnen früher in Pension gehen, dann weil sie zumeist keine Arbeit mehr finden. Warum Menschen, die durch die Arbeit krank geworden sind, durch Verschlechterungen bei der Invaliditätspension bestraft werden sollen, können auch nur kalte Mathematikergehirne erklären, empört sich Dirnberger.

Pensionssystem benötigt Solidarität aller

Wenn immer mehr Menschen immer älter werden und damit immer länger eine Pension beziehen, benötigt das Pensionssystem die Solidarität aller und nicht einseitiger Kürzungen. Das ist eigentlich ganz simpel und dazu bedarf es keiner sogenannten Expertenkommission, die statt dessen ganz einfach nur die Leistungen, sprich die Pensionen kürzen will. Eine besondere Chuzpe ist es von dieser sogenannten Expertenkommission, dass sie dann noch auf die privaten Pensionsvorsorgemodelle verweist. Für heute Fünfzigjährige ist dies schon versicherungsmathematisch keine Alternative, zudem haben sich diese, wie zuletzt deutlich wurde, wegen ihrer Abhängigkeit vom internationalen Aktienmarkt als besonderer Flop erwiesen. Feine Ratschläge von sogenannten Experten sind das, wundert sich Dirnberger.

Rückfragen & Kontakt:

AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger
Tel. ++43 1 58883 1706
e-mail: alfred.dirnberger@aknoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKD0001