Partik-Pable hinsichtlich einer EU-Mitgliedschaft der Türkei skeptisch

Wien, 2002-12-11 (fpd) - Im gestrigen Hauptausschuß des Nationalrates, der sich mit Themen des kommenden Europäischen Rates beschäftigte, wurde auch die Türkei und deren Beitrittsperspektiven angesprochen, wobei die freiheitliche Klubobmannstellvertreterin Abg. Dr Helene Partik-Pable hinsichtlich einer EU-Mitgliedschaft der Türkei Skepsis zeigte, die sie mit den kulturellen und religiösen Unterschieden begründete. *****

"Die Zusicherung an die Türkei, mit ihr ab Juli 2005 Beitrittsgespräche zu führen, wie das Deutschland und Frankreich ins Auge gefaßt haben, führt unweigerlich dazu, daß über kurz oder lang die Türkei Mitglied der EU wird", stellte Patik-Pable im Hauptausschuß des Nationalrates fest. Ob mit dem Beitritt eines Landes, das nur zu fünf Prozent in Europa liege und eine völlig andere kulturelle und religiöse Basis habe, nicht der Rahmen der Europäischen Union gesprengt werde, müsse dringend ernsthaft diskutiert werden. Partik-Pable gab zu bedenken, daß die Türkei mit knapp 70 Mio. Einwohnern dann das zweitgrößte Land innerhalb der Europäischen Union wäre. Ein Problem stelle für sie auch die Außengrenze bis weit nach Asien dar. "Die Außengrenzen der EU würden Syrien, Iran, und Irak sein. Die Spannungen, die aus dem allem, -und zusätzlich noch ein völlig anderes Verständnis zur Demokratie, den Menschenrechten, der Trennung von Religion und Staat, entstehen, sind enorm", so Partik-Pable.

Es wäre dringend geboten, bei dieser Frage nicht die Interessen der USA zu vertreten, sondern ausschließlich als eine Frage, die Europa zu klären habe, schloß die freiheitliche Klubobmannstellvertreterin.

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