Metaller: KV-Abschluss Zeitarbeitsbanche (Leiharbeiter)

Trotz schwierigem Wirtschaftsumfeld konnte ein Abschluss erzielt werden

Wien (GMT/ÖGB) Am 10. Dezember hat die Gewerkschaft Metall -Textil mit den Arbeitgebern des Arbeitskräfteüberlassungsgewerbes für die rund 30.000 ArbeiterInnen der Branche einen neuen Kollektivvertrag abgeschlossen.++++

Die wesentlichen Punkte sind:
- Erhöhung der Mindestlöhne um 2,3 Prozent.
- Erhöhung der Ist-Löhne: Es wurde generell vereinbart, dass Überzahlungen der kollektivvertraglichen Mindestlöhne mit ihrem Euro-Betrag aufrecht zu erhalten sind.
- Das Tagesgeld bei Übernachtungen wurde auf Euro 26,40 erhöht.

Im Rahmenrecht gab es folgende Vereinbarungen: Die Regelung des Zeitausgleichs für Überstunden wurde von jener für flexible Arbeitszeiten getrennt und erweitert. In Zukunft darf die Grundstunde in Zeitausgleich abgegolten werden, der Überstundenzuschlag ist in Geld zu bezahlen. Es dürfen maximal 60 Gutstunden angesammelt werden. Die gemeinsame Höchstgrenze für Zeitguthaben aus flexibler Arbeitszeit und Überstunden (Grundstunden) wurde auf 80 erhöht. Bei Abgeltung der Zeitguthaben am Ende des Arbeitsverhältnisses ist ein weiterer Zuschlag von 25 Prozent zu bezahlen. Dadurch will die Gewerkschaft erreichen, dass Zeitguthaben eher verbraucht werden als bezahlt und damit durchgehende Beschäftigungen zustande kommen.
Das bereits mehrfach vereinbarte (z.B. Metallindustrie) Rücktrittsrecht bei Wechsel in das System der "Abfertigung neu" wurde vereinbart; der Arbeitgeber hat ein gleichartiges Rücktrittsrecht.

Der Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2003 in Kraft. Zu diesem Termin treten auch Lohnzuschläge für Hochlohn-Branchen in voller Höhe in Kraft. Diese Zuschläge wurden im Jänner 2002 vereinbart, die Gewerkschaft Metall - Textil hat damals den erstmaligen Abschluss des Kollektivvertrages für ZeitarbeiterInnen erreicht, dieser trat mit 1. März 2002 in Kraft.

ÖGB, 11. Dezember 2002
Nr. 943

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