Bankomatkarte weg: AK warnt vor hohem Risiko bei Verlust

Verstärkter Missbrauch mit Bankomatkarten - Anfragen in AK Konsumentenberatung zunehmend - AK verlangt mehr Sicherheit für Konsumenten

Wien (AK) - Vermehrt wenden sich verzweifelte Konsumenten an die
AK, weil nach dem Diebstahl der Bankomatkarte oft bis zu 3.000 Euro am Konto fehlen. Konsumenten wissen nicht über ihr Risiko Bescheid, sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz: Sie brauchen mehr Sicherheit. Daher verlangt die AK eine Änderung der teils gesetzwidrigen Kundenrichtlinien: Karteninhaber dürfen nicht bis zum Wirksamwerden der Sperre alle Nachteile tragen. Die Sperre der Bankomatkarte muss sofort und nicht erst nach vier Stunden wirken.

Auch bei Kreditkarten ist die Sperre binnen weniger Minuten weltweit wirksam. Das muss auch bei der Bankomatkarte möglich sein, sagt Glatz. Die Haftung des Karteninhabers bei missbräuchlichen Bargeldbehebungen muss beschränkt werden, ähnlich wie bei den Kreditkarten, wo die Haftung bis zu maximal 1.200 Euro geht. Derzeit haftet der Konsument mit dem am Konto verfügbaren Betrag. Überdies müssen die Banken ihre Kunden besser informieren. Das Abhebungslimit sollte mit dem Kunden abgesprochen und die Zustimmung schriftlich festgehalten werden, so Glatz.

Die Bankomatkarte ist in fast jeder Brieftasche zu finden, und kaum jemand möchte auf ihre Vorteile verzichten. Aber gerade in der Vorweihnachtseinkaufzeit nimmt der Missbrauch von Bankomatkarten verstärkt zu - Diebe und Betrüger haben Hochsaison. Aber die betroffenen Konsumenten wissen oft nicht über Behebungslimit Bescheid, und waren sich des Risikos nicht bewusst:
- Bis die Kartensperre wirksam wird, trägt der Kontoinhaber alle Nachteile. Außerdem wird die Sperre erst spätestens vier Stunden nach Meldung bei der Bank wirksam, die damit verbundenen Kosten trägt der Karteninhaber.
- Melden Sie den Verlust sofort Ihrer Bank. Außerhalb der Öffnungszeiten rufen Sie die Sperrnotrufnummern der Europay Austria an. Die Nummern finden Sie bei jedem Bankomaten.
- Bei der Sperre müssen Sie die Bankleitzahl und die Kontonummer bekannt geben.
- Veranlassen Sie eine polizeiliche Meldung, diese benötigt auch Ihre Bank.

Sicherheitstipps der AK Konsumentenschützer
- Bewahren Sie Ihre Karte gut auf.
- Heben Sie Ihren PIN Code niemals gemeinsam mit der Karte auf, und geben Sie Karte und Code nicht an jemand anderen weiter. Code niemals aufschreiben.
- Bei Abhebungen oder Zahlungen schirmen Sie sich gut ab, zB gegen den Blick über die Schulter.
- Kennen Sie ihr Behebungslimit? Grenze herabsetzen bedeutet Risiko minimieren.
- Ihre Bank soll Sie über das optimale Abhebungslimit beraten. Bedenken Sie, dass es für Bankomaten, Bankomatkassen und Indoor-Automaten jeweils ein Limit in unterschiedlicher Höhe gibt. - Ein hohes Guthaben auf dem Girokonto oder ein hoher Überziehungsrahmen heben ebenfalls im Missbrauchsfall das Risiko.

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Doris Strecker
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