Eins und eins

Linz (OTS) - Pensionsreform-Debatten wird in der Politik meist mit Stehsätzen Marke "Paket der Grausamkeiten" und "Wir lassen die Pensionisten nicht im Stich" begegnet. Eine kurzsichtige Annäherung:
Erstens geht es in der Regel nicht um jene, die schon in Pension sind, sondern um die Jüngeren, die auch noch eine haben wollen. Zweitens ist es eine Frage der Grundrechnungsarten, dass bei - durch glücklicherweise steigende Lebenserwartung - anwachsender Pensionistenzahl und nicht in gleicher Weise zunehmender Zahl der Erwerbstätigen das System irgendwann ins Kippen kommen muss. Engagierte Familienpolitik kann hier lindernd eingreifen. Das Problem lösen kann sie nicht.
Entsprechend sind hysterische Aufschreie gegen die nun bekannt gewordenen Vorschläge der Pensionsreformkommission fehl am Platz. Sie zeigen der Politik Optionen auf, den Weg entscheiden muss die Politik. Prinzipiell wird aber kein Weg daran vorbeiführen, das gesetzliche Pensionsalter künftig nicht mehr als Makulatur zu betrachten - eine Herausforderung nicht zuletzt an die Wirtschaft -und den Durchrechnungszeitraum zur Pensionsbemessung zu erhöhen. Dieser Einsicht dürfte sich seriöserweise keine Partei verschließen -unabhängig von den Farbenspielen, die eine künftige Koalition aufweisen wird

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