Mühlwerth: Kooperative Mittelschule ein Versuch das Hauptschulsterben zu stoppen

Modell auch mit den Stimmen der FPÖ beschlossen

Wien, 2002-12-10 (fpd) - Immer mehr Schüler wandern in den Ballungsgebieten von der Volksschule in die AHS, während viele Hauptschulen zu "Restschulen" werden und es eine Frage der Zeit ist, wann sie aufhören zu existieren, betonte heute die Vizepräsidentin des Stadtschulrats für Wien, Monika Mühlwerth. ****

Der Wiener Bildungsrat hat 1999 mit den Stimmen aller im Kollegium vertretenen Parteien das Modell der Kooperativen Mittelschule befürwortet, also auch mit den Stimmen der Freiheitlichen, so Mühlwerth.

Der heutige Beschluss auch mit unseren Stimmen darf aber nicht dazu führen, dass die Strukturen, zu denen die Eltern kein Vertrauen mehr haben, allen schriftlichen Festschreibungen zum Trotz, im wesentlichen gleich bleiben. Es darf keine Mogelpackung sein, bei der eine Schulform nur einen andern Namen bekommt, forderte Mühlwerth auch in ihrer Wortmeldung In der Kollegiumssitzung. Den Schülern müssen klare Vorgaben gegeben werden; die Schüler müssen wissen, was von ihnen verlangt wird und was passiert, wenn sie die Vorgaben nicht erfüllen wollen. Leistungsbereitschaft seitens der Schüler kann, muss und darf gefordert werden, verweist die Vizepräsidentin auf alte freiheitliche Forderungen. Auch das Bildungszertifikat, das eine Empfehlung für den weiteren Schulweg vor allem für den Besuch einer höheren Schule abgibt, darf kein "Gefälligkeitsgutachten" werden. Eine solche Vorgehensweise wäre vor allem für die Schüler aber auch für die Schule fatal, warnt Mühlwerth.

Wir wollen aber einer Chance, dem Hauptschulsterben entgegenzutreten, nicht im Wege stehen, sondern dazu beitragen, die verschiedenen Formen der Mittelstufe beizubehalten. Dies war auch der Grund, warum die Freiheitlichen nach intensiver interner Diskussion dem Schulversuchsantrag Kooperative Mittelschule zugestimmt haben, schloss Mühlwerth. (Schluss)

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