Seilbahnen: Konzentration auf ein optimales Gesamtangebot

Marktstudie erhebt Zufriedenheit bei Österreichs Wintersportgästen

Wien (PWK896) - Der Großteil der Wintersportgäste in Österreich ist mit dem Seilbahn-Angebot zufrieden. Dies gilt insbesonders für den Qualitätsstandard der Seilbahnen und Lifte. Zu verbessern wäre allerdings noch das Gesamtangebot, zu dem auch die Gastronomie am Berg zählt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Marktforschungsunternehmens Manova im Auftrag des Fachverbandes der Seilbahnen, die Fachverbandsgeschäftsführer Erik Wolf Dienstag der Presse präsentierte.

90 Prozent der Wintersportgäste kommen nach Österreich, um vor allem Skifahren zu gehen. Der Kunde zeigt sich laut der Studie mit den Öffnungs- und Betriebszeiten, der Sicherheit und dem Komfort der Lifte sehr zufrieden. Die Pisten werden generell positiv bewertet, wobei der Präparierung eine Schlüsselfunktion zukommt. Mit dem Preis-Leistungsverhältnis der Gastronomie sind die Wintersport-Kunden, so die Studienautoren, eher nicht zufrieden.

"Das Wintersporterlebnis hängt zu 45 Prozent von den Dienstleistungen der Seilbahnen ab. Ein Großteil der Gäste ist von diesem Angebot begeistert. Trotzdem gilt es für die Seilbahnbranche, einen kritischen Blick auf das Gastronomieangebot am Berg zu werfen", erklärte Klaus Grabler vom Institut Manova.

Die Zufriedenheit mit den Anlagen bestätige, so Wolf, die hohen Investitionen der Branche (ca. 387 Millionen Euro) in die Qualität der Lifte. "Dank der enormen Investitionen der letzten Jahre sind wir bei den Seilbahnen Weltmeister in punkto Qualität, Komfort und Modernität. Jetzt erfolgt die Konzentration auf das Gesamtangebot. Insbesondere müssen die Pistenqualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis der Gastronomie optimiert werden. Wichtig ist uns, bei unseren Partnern ein Bewußtsein für die Wirkung des Gesamtangebotes zu erzeugen. Dadurch können wir gemeinsam eine neue Dimension bei der Kundenzufriedenheit schaffen. Wo dieses Bewußtsein nicht erzielt werden kann, müssen sich die Seilbahnen noch mehr in dieser Dienstleistungskette engagieren und gegebenenfalls eigene gastronomische Leitbetriebe in den Skigebieten etablieren", meinte Wolf.

Die heimischen Seilbahnen, Arbeitgeber für rund 12.000 Mitarbeiter, erzielten 2000/01 einen Gesamtumsatz von 937 Millionen Euro. Die Hälfte des jährlichen Investitionsvolumens fließt in die Verbesserung und Modernisierung der Aufstiegshilfen. Österreichweit wurden 2000/01 532 Millionen Personentransporte durchgeführt, nach Angaben auf der Pressekonferenz mehr als die ÖBB. (hp)

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