Einstimmer Beschluss für Kooperative Mittelschule

Stadtschulratskollegium beschloss mit den Stimmen aller Fraktionen Schulversuchsantrag KMS

Wien (OTS) - "Als ich anlässlich meiner Amtseinführung als Ziel formuliert habe, die Kooperative Mittelschule möglichst rasch in Wien umzusetzen, haben mache das als 'kühne Vision' bezeichnet. Heute bin ich stolz darauf, verkünden zu können, dass das Kollegium des Stadtschulrates für Wien mit den Stimmen aller Fraktionen einen solchen Schulversuchsantrag beschlossen hat. Das ist ein historisches Ergebnis!", - stellte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl am Dienstag im Abschluss an die Sitzung des Gesamtkollegiums des Stadtschulrats für Wien fest. So hat das Stadtschulratskollegium einerseits - mit Stimmen von SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grünen - dem Schulversuchsantrag für die Kooperative Mittelschule (KMS) zugestimmt und andererseits - ebenfalls mit einer großen Mehrheit - eine entsprechende Durchführungsbestimmung zur KMS beschlossen.****

Brandsteidl: "Mit dem von allen im Kollegium vertretenen Parteien gemeinsam beschlossenen Schulversuchsantrag ist der wichtigste Schritt in Richtung rasche Einführung der KMS getan. Nun liegt der Ball beim Ministerium, diesem Amtrag ehebaldigst stattzugeben. Aus Sicht der Wiener Schulen, und sowohl der der Eltern, Lehrer und Schüler, ist dieser Beschluss über die Kooperative Mitteschule eine absolut richtige und zukunftweisende Entscheidung."

Die Kooperative Mittelschule - so Brandsteidl - sei gerade unter den besonderen demograpischen und sozialen Voraussetzungen im Ballungsraum Wien eine optimale Lösung in der schulischen Schnittstelle zwischen Volksschule, Hauptschulen, AHS und weiterführenden Schulen. Aufgrund der rückläufigen Geburtenzahlen, des generellen Trends zu höherer Bildung und der steigenden Übertritte von Kindern aus sogenannten Migrantenfamilien in höhere Schulen sei, so Brandsteidl, zwischen den Jahren 2005 und 2010 mit einem Rückgang an SchülerInnen in den Wiener Hauptschulen von nahezu 25 Prozent zu rechnen. Einige der - teilweise jetzt schon sichtbaren - Folgen:

o Immer weniger SchülerInnen können einen Platz in ihrer Wunsch-AHS bekommen und müssen deshalb oft längere Schulwege in Kauf nehmen.
o Als Folge der oben skizzierten Entwicklung werden die AHS immer stärker zur undifferenzierten Massenschulen, was konsequenterweise nicht allein in der quantitativen Bewältigung, sondern auch in der qualitativen Sicherung der Bildungsqualität zu neuen Herausforderungen bzw. Schwierigkeiten führt.

Aus diesen Tatsachen heraus ergebe sich somit im Sinne einer verantwortungsbewussten Planung der künftigen schulorganisatorischen Gestaltung der Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen akuter Handlungsbedarf, dem mit dem nun beschlossenen Schulversuchsantrag für die KMS voll entsprochen werde.

Eckpfeiler der Kooperativen Mittelschule als ergänzender Säule zu den bereits bestehenden Schulformen seien die Möglichkeit der sowohl horizontalen als auch vertikalen Kooperation zwischen Hauptschulen, AHSen und BMHSen. Somit verstehe sich die Kooperative Mittelschule als Schultypoption, die interessierte kooperationswillige Hauptschulen, AHS und BMHS freiwillig wählen können.

Brandsteidl: "Der Beschluss ist ein Meilenstein der Wiener Schulpolitik. Ich bin guter Dinge, dass das Bildungsministerium diesen von allen Parteien getragenen Antrag goutieren wird und wir somit beginnend mit September 2003 die KMS tatsächlich in Wien haben." (Schluss) ssr

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