Leitl präsentiert EU-Kommissarin Diamantopoulou europäisches Frauen-Netzwerk

Soziale Verantwortung der Unternehmen und Gleichstellungsfragen im Mittelpunkt

Wien (PWK892) - "Europa ist weiblich und die europäische
Wirtschaft muss auch weiblich werden." Unter diesem Motto präsentierte der Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern, Christoph Leitl, der für Soziales und Beschäftigung zuständigen Kommissarin Anna Diamantopoulou im Rahmen eines Treffens in Brüssel das von Eurochambres initiierte Frauen-Netzwerk European Women’s Chambers Network inklusive eine Liste der besten Praktiken der europäischen Kammern puncto Gleichstellungsfragen. "Kommissarin Diamantopoulou war begeistert über das, was in den Wirtschaftskammern in dieser Hinsicht unternommen wurde", so Leitl nach dem Treffen.

Das zweite zentrale Thema der Unterredung betraf die Vorschläge der Kommission zur sozialen Verantwortung der Unternehmen. "Nicht die Industrie sichert die Beschäftigung in Europa. Die macht einen Strukturwandel durch und setzt Arbeitskräfte frei, die von den kleinen und mittleren Unternehmen in Europa aufgefangen werden." Eurochambres trage als Vertreter der großen und der kleinen Unternehmen dazu bei, dass dieser Prozess positiv bewältigt werde. "Bei aller Wertschätzung für die großen Betriebe: Der Mittelstand und die KMU sind das ökonomische Rückgrat Europas und garantieren soziale Stabilität." Die Aufforderung von Kommissarin Diamantopoulou, große und kleine Unternehmen mögen eine Definition für den Begriff der sozialen Verantwortung von Unternehmen finden, wies Leitl deshalb zurück. "Wir brauchen so etwas nicht erst zu erfinden, soziale Verantwortung hat in den KMU eine lange Tradition und bestimmt den Alltag." Die von der Kommission vorgeschlagene "Formalisierung" des Konzepts der Unternehmerverantwortung dürfe deshalb auf keinen Fall zu mehr Bürokratie für Klein- und Kleinstunternehmen führen.

Zudem sprach Diamantopoulou die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheit an. Leitl dazu: "Ich habe der Kommissarin unseren vollen Einsatz für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz zugesagt. Das ist aber nicht eine Frage der Größe des Betriebs, sondern eine der Art des Arbeitsplatzes." (Ne)

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