Stellungnahme des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs zur APA-Presseaussendung vom 9.12.2002 "Kärntner Heimatdienst fordert Ende der "NS-Sühnezahlungen" "

Wien (OTS) - Der Appell des Kärntner Heimatdienstes an die zukünftige Bundesregierung, künftig keine "NS-Sühnezahlungen" mehr zu leisten - ein gestern der Presse bekanntgegebener Beschluß der KHD Hauptversammlung - und der von 30.000 Sympathisanten unterzeichnete Protest "gegen Kollektivschuld und Sippenhaftung" gemahnt an eine Groteske, über die man lachen könnte, wenn sie nicht auch und vornehmlich die Ingredienzien einer schmutzigen Farce in sich tragen würde. Mit ihrer Resolution plädieren diejenigen, welche die einstigen Raubzüge ihrer ewiggestrigen Gesinnungsgenossen unter ihnen billigend zur Kenntnis nehmen für eine "Normalisierung", die den Beraubten das Recht auf Rückgabe der Beute abspricht. Der Begriff "Sippenhaftung" erfährt so, von den Räubern für ihre durchsichtigen Ziele vereinnahmt, seine groteske Perversion.

BUNDESVERBAND DER ISRAELITISCHEN KULTUSGEMEINDEN ÖSTERREICHS

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