Kronberger: Stopp für den Neubau von Atomkraftwerken!

Kein Neubau von AKWs, solange offene Frage der Endlagerung nicht geklärt ist

Wien, 2002-12-09 (fpd) - Anläßlich des von der EU-Kommission erst unlängst präsentierten Atom-Maßnahmenpakets fordert der freiheitliche EU-Parlamentarier und Energieexperte Hans Kronberger ein sofortiges Stopp für den Neubau und die Planung von Atomkraftwerken. Dieses Moratorium müsse mindestens gelten, bis die noch offenen Fragen der Endlagerung von Atommüll endgültig geklärt seien. ****

Kronberger: "Die Europäische Kommission gibt in Ihrem Richtlinienvorschlag über die Entsorgung radioaktiver Abfälle selbst zu, daß es derzeit noch keine sichere Endlagerung von Atommüll gibt, und daß mittlerweile die Zwischenlager mit nuklearen Abfällen bereits übergehen."

Erst 2018 wird die EU in der Lage sein, Endlager für hochaktive und langlebige radioaktive Abfälle zu genehmigen. "Auf der ganzen Welt gibt es noch keine sichere Form der Endlagerung radioaktiver Abfälle, daher muß das Moratorium für den Neubau von Atomkraftwerken mindestens bis 2018 Anwendung finden", fordert Hans Kronberger.

In mehreren EU-Mitgliedsstaaten werden derzeit neue Atom-Reaktoren geplant, allein 15 in Frankreich, 10 in Großbritannien und je einer in Finnland und den Niederlanden. Dies ohne zu wissen, wohin mit dem verstrahlten Atommüll, der immerhin über tausende Jahre endgelagert werden muß.

"Da die Frage der Endlagerung nicht geklärt ist, widerspricht die Nutzung der Atomenergie dem Prinzip der Nachhaltigkeit," betont Hans Kronberger. Es sei daher unverantwortlich, neue Atomkraftwerke in der EU zu bauen oder mit Hilfe von EU-Geldern zu finanzieren. (Schluß)

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