Gehrer präsentiert statistisches Taschenbuch 2002 zur Bildung in Österreich

Mehr Schüler bei BMHS und Hauptschulen, leichte Rückgänge in den Volksschulen

Wien (OTS) Eine Trendumkehr bei Volkschülerzahlen zeigt das statistische Taschenbuch 2002 des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. War die Zahl der Volksschulkinder im Schuljahr 2000/01 mit einem Plus von 126 Schulkindern nahezu stabil, so ging sie im Schuljahr 2001/02 im Jahresvergleich um rund 6. 200 zurück und betrug rund 387.400. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen. "Wichtig ist, dass die Volksschulen in den ländlichen Gemeinden trotzdem möglichst erhalten bleiben. Denn Schule im Dorf bedeutet Leben, Kinderlachen, Weihnachtsfeier und Vereinsaktivitäten im Dorf. Gerade in den Gemeinden, wo es keinen Einzelhändler, keine eigene Poststelle und vielleicht auch keinen eigenen Pfarrer mehr gibt, hat die Schule auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion. Beim nächsten Finanzausgleich wird man darauf Rücksicht nehmen müssen", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. ****

Weiterhin Zuwächse gab es bei den Hauptschulen und den weiterführenden Schulen. Die Hauptschulen besuchten im Schuljahr 2001/02 rund 265.800 Jugendliche, um 2.200 mehr als im Vorjahr. Bei den polytechnischen Schulen stiegen die Schülerzahlen um 150 auf 19.750, das sind um 2000 mehr als vor der Reform 1997. 1.500 Jugendliche mehr besuchten die allgemein bildenden höheren Schulen und 3.400 mehr die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen. Insgesamt wurden an den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen im Vergleich zu 1995 um 25% mehr Ausbildungsplätze geschaffen. Der Zulauf zu diesen Schulen zeigt sich auch bei der Entwicklung der Maturantenzahlen. Diese sind 2002 bei den BHS leicht gestiegen, wohingegen sie bei den AHS leicht gefallen sind. Insgesamt gab es im Schuljahr 2001/02 mehr als 1,2 Mio. Schülerinnen und Schüler.

Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer blieb nahezu konstant. Im Schuljahr 2001/02 unterrichteten insgesamt 124.270 Lehrpersonen (darunter sind Teilzeitbeschäftigte wie beispielsweise Pfarrer, die nur wenige Stunden Religion unterrichten). Mit einem Anteil von 67% (83.309) haben die Frauen im Lehrberuf eine deutliche Mehrheit.

Neben den Daten zum Schulwesen enthält das statistische Taschenbuch auch Informationen zu den Universitäten und Fachhochschulen. Das Taschenbuch kann von der Abteilung IV/7 des bm:bwk unter der Telefonnummer 53120-5151 angefordert werden. Im Internet ist es unter http://www.bmbwk.gv.at/start.asp?OID=6607 abrufbar

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