2 Tote auf A1: Orientierungslosigkeit Schuld and Geisterfahrten

Geisterfahrer-Unfall auf A1. Alkohol, Drogen und Orientierungsprobl-eme sind Hauptursachen. KfV gibt Tipps für richtiges Verhalten

Wien (OTS) - Auf der Westautobahn (A1) fuhr eine Geisterfahrerin
in der Nacht von Montag auf Dienstag frontal in einen Lkw. Sowohl für die Unglückslenkerin, als auch für den Lkw-Fahrer kam jede Hilfe zu spät. "Derartige tragische Unfälle passieren häufig aufgrund von Alkohol, Drogen oder durch Orientierungsverlust, der immerhin jeden dritten Geisterfahrer-Lenker befällt", so Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). "Vor allem ungünstige Witterungsbedingungen, schlechte Beschilderung oder ganz einfach wenig Übung sind Gründe für den Richtungswechsel. Einheitliche Beschilderung, Wegweisung und Bodenmarkierungen sind daher notwendige Verbesserungsmaßnahmen". Auch im Österreichischen Verkehrssicherheitsprogramm, mit dessen Entwicklung das KfV von der Österreichischen Bundesregierung betraut wurde, ist das Thema Geisterfahrer ein wichtiger Punkt. Von einer Expertengruppe wurde ein Paket zur Bekämpfung der Ursachen von Falschfahrten ausgearbeitet. Die Umsetzung der neuen Richtlinien wie z. B. die optische Führung der Kraftfahrer durch verbesserte Wegweisung ist derzeit in Begutachtung.

Wie verhält man sich richtig, wenn man zum Geisterfahrer wird?

Wer falsch auf die Autobahn auffährt, muss das Fahrzeug unmittelbar zum Grünstreifen (Mittelstreifen) der Autobahn lenken und die Warnblinkanlage einschalten. In solch einer Situation darf man keinesfalls die Nerven verlieren - Ruhe bewahren lautet die Devise. Der Unglückslenker sollte nicht aus seinem Auto aussteigen, sondern das Eintreffen der Exekutive abwarten. Falls es möglich ist, sollte man per Mobil-Telefon selbst die Exekutive verständigen.

Was tun, wenn man einem Geisterfahrer begegnet?

Im Falle einer Begegnung mit einem Geisterfahrer, oder bei einer Geisterfahrermeldung, verhält man sich am Sichersten, indem man rechts fährt und die Geschwindigkeit stark reduziert. Auf keinen Fall sollte man ein anderes Fahrzeug überholen! Wer ein Mobiltelefon besitzt, soll die Exekutive informieren. Alle anderen haben die Möglichkeit über die Notrufsäule die Autobahnmeisterei zu erreichen. Wichtig: bei dem Telefonanruf sind genaue Ortsangaben unbedingt erforderlich!

"Durch richtiges Verhalten von Kraftfahrern können Geisterfahrten, Konflikte und Unfälle vermieden werden. Eine Verringerung der Zahl der alkoholisierten Autolenker kann durch Aufklärungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, verstärkte Überwachung in Bezug auf Alkohol und Drogen, erreicht werden. Vor allem in den Fahrschulen muss Aufklärungsarbeit geleistet werden um bei jungen Lenkern Bewusstsein zu schaffen", so Thann.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Gabriele Hinterkörner
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/161
http://www.kfv.at

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