EU-Forschungsgelder bieten enorme Chancen

LH Haider: Kärnten mit seiner Technologieorientierung auf dem Erfolgsweg - Lakeside Softwarepark wird Herzeigeprojekt

Klagenfurt (LPD) - Technologiereferent Landeshauptmann Jörg Haider hat heute die Kärntner Unternehmen aufgerufen, sich beim 6. EU-Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration zu beteiligen. Es sei für Klein- und Mittelbetriebe wichtig, sich in technologische und Forschungskooperationen einzubringen, um vorgesehene EU-Forschungsmittel lukrieren zu können. Auch Bundesmittel der ausseruniversitären Forschung sollten verstärkt angesprochen werden. Der technologieorientierte Wandel in Kärnten sollte vorangetrieben werden, durch Forschungsmittel könnten die Unternehmen profitieren, sagte Haider bei einer gemeinsamen Veranstaltung von BIT (Büro für Internationale Forschungs- und Entwicklungskooperation), dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds und dem Land in Klagenfurt.

Kärnten, das früher vielfach nur "verlängerte Werkbank" ausländischer Konzerne gewesen ist, sei mit seiner wirtschaftspolitischen Neuorientierung auf dem richtigen Weg, erwähnte Haider zahlreiche Schwerpunkte und Offensiven wie den Mikroelektronik-Cluster in Villach, den Softwarebereich in Klagenfurt, das Forschungsinstitut Carinthian Tech Research, die technische Informatik der Universität Klagenfurt, das Fachhochschulprogramm, den Business-plan für Schulen,
den forcierten Ausbau der erneuerbaren Technologien, den Technologiepark Villach, usw.

Ganz wesentlich sei die Schaffung des Technologiefonds beim KWF gewesen, aus dessen Mitteln auch die IT-Ausrüstung von Schulen vorangetrieben wurde. Kärnten nimmt mit 45-IT-Klassen im Bereich der Höheren Schulen die Spitzenposition ein.

Im nächsten Jahr werde eine IT-HTL eingerichtet. Ein Herzeigeprojekt soll auch der Lakeside Softwarepark nahe der Uni Klagenfurt werden, mit dem im nächsten Jahr begonnen wird und der im Endausbau 2000 Beschäftigte zählen soll, so Haider.

Der Technologiesektor in Kärnten entwickelt sich überaus positiv. So liege der Technologieentwicklung laut Studie 29 Prozent über dem Österreich-Schnitt. Hinsichtlich der Beschäftigten in diesem Sektor liegt Kärnten auf Platz 2. Bei den Forschungs-und Entwicklungausgaben nimmt Kärnten den 5. Platz ein. Was die öffentlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben anlangt, so hat sich Kärnten auf Platz 2 vorkatapultiert. Auch hinsichtlich der Unternehmensgründungen nimmt Kärnten erfreulicherweise Platz zwei ein, erwähnte
Haider.

KWF-Geschäftsführer Hans Schönegger wies auf den großen Aufholbedarf von Kärntner Unternehmen hin und hob damit deren Innovationschancen durch den Einsatz von Forschungs- und Entwicklungsmittel hervor. Beim letzten EU-Rahmenprogramm haben sich österreichweit 1250 Firmen beteiligt, aus Kärnten allerdings nur 25. Durch Beratung, Information und auch Workshops in den Regionen sollte es gelingen, die neuen Facetten des 6. Forschungsprogramms bekanntzumachen, um möglichst viele Betriebe anzuregen, davon Gebrauch zu machen.

Alle Voraussetzungen sollten geschaffen werden, damit Österreich weiter gut vorankomme, so Professor Manfred Horvat vom BIT. Das 6. Rahmenprogramm läuft von 2002 bis 2006 und ist insgesamt mit 17,5 Milliarden Euro dotiert, um Europa in den Bereichen Forschung und Technologie zu machen.

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