ARBÖ: Sparsam umgehen mit Elektronik

Vorsicht bei Tipps für Starthilfe

Wien (OTS) - Die ARBÖ-Pannenfahrer sind nach wie vor im Dauereinsatz, vor allem im Wien, in der Steiermark, Burgenland und Niederösterreich. "Ein Hauptproblem ist die überforderte Elektrik", berichtet der Landesgeschäftsführer des ARBÖ-Steiermark, Walter Fabian. "Gerade jetzt, wo die Leistung der Batterie durch Minusgrade ohnehin erheblich gemindert ist, sollte man mit dem Stromverbrauch im Auto sparsam umgehen und die Batterie möglichst schonen."

Regel Nummer eins: Beim Starten nichts anderes einschalten - weder Licht, noch Radio und auf keinen Fall die Heckscheibenheizung, die ein wahrer Stromfresser ist. "Das Starten ist für die Batterie wie ein 100 Meter Lauf, der ihr eine enorme Spitzenleistung abverlangt. Wenn ich dem Sprinter gleichzeitig auch noch schwere Gewichte umhänge, kommt er nicht voran", bemüht Fabian einen Vergleich aus dem Sport. Heißt im Klartext: Das Eis händisch abzukratzen (mit Schaber aus Plastik, schräg gehalten) ist allemal stromsparender, als es mittels Heckscheibenheizung abtauen lassen.

"Starthilfe ohne Ende" haben die ARBÖ-Pannenfahrer derzeit in Wien zu leisten. Es sind vor allem ältere oder schlecht gewartete Batterien, die ihren Geist aufgeben, erzählt Landesgeschäftsführer des ARBÖ-Wien, Herbert Hübner. Bis die Einsatzfahrer rettend eingreifen, ist mit Wartezeiten zu rechen.

Der ARBÖ-Schulungsleiter Gottfried Moser kann zwar nachempfinden, wenn ungeduldige Autofahrer zur Selbsthilfe greifen, warnt aber dennoch vor privater Starthilfe: "Gerade bei den modernen Autos können durch defekte Batterien andere Steuerungsgeräte beschädigt werden", weiß Moser aus der Praxis. Vor allem auf Diebstahlwarngeräte, Airbag-Steuerungen und ABS-Systeme können sich kaputte Batterien schädigend auswirken. Bei solchen Autos sind meist nur Fachleute in der Lage zu beurteilen, ob die Batterie kaputt ist.

Wer trotzdem zum Starthilfekabel greift, sollte als erstes genau die Gebrauchsanweisung durchlesen. Falls später andere Schäden auftreten, ist es wichtig nachweisen zu können, dass man bei der Starthilfe so vorgegangen ist, wie von der Herstellerfirma vorgeschrieben.

Bei der Starterhilfe gilt im Prinzip: Zuerst das rote Kabel an den Plus-Pol der Spender-Batterie und dann an den Plus-Pol der leeren Batterie anschließen. Danach das schwarze Kabel an den Minus-Pol der Spender-Batterie und dann das andere Ende des schwarzen Kabels an den Minus-Pol der leeren Batterie. Wenn vom Hersteller nicht anders vorgeschrieben.

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