SPÖ lehnt Möll-Spülung ab - Sicherheit der Bevölkerung muss vordringlich sein

Eine ökologisch vertretbare Lösung ist den Profiteuren zumutbar - Cernic übt heftige Kritik am unverantwortlichen Verhalten Pfeifenbergers

Klagenfurt (SP-KTN) - Die E-Wirtschaft hat über Jahrzehnte mit dem Speicherkraftwerk Glockner-Kaprun und dem Mölltaler Wasser aus Kärnten gute Gewinne gemacht. "Dennoch haben die Tauernkraftwerke es in den letzten Jahrzehnten verabsäumt, das vorhersehbare Problem des Gletscherschliffs in der Margaritze zu lösen", stellte die Umweltsprecherin der SPÖ-Kärnten, Labg. Nicole Cernic, am Samstag gegenüber dem SPÖ Pressedienst fest.

Seit der großen Möllspülung im Jahre 1995 werden immer wieder Varianten zur Entsandung des Speichers Margaritze ins Spiel gebracht, die dazu führen sollen, dass es zu keiner großen Spülung mehr kommt. Statt eine ökologisch verträglichen Entsorgungslösung auszuarbeiten, die den rechtlichen Voraussetzungen entspricht, habe man von Seiten der Austria Hydro Power AG (AHP) immer wieder nach billigen, wenig nachhaltigen Lösungen geschielt. "Es hat mehrfach Aufforderungen von Seiten des Kärntner Landtages gegeben, die aber bei der AHP kein Gehör fanden", so Cernic.

Cernic übte auch heftige Kritik an Finanzreferent Karl Pfeifenberger, der - wie zuletzt im Frühjahr 2002 - der Verbund/AHP Hoffnungen gemacht habe, es ließen sich in Kärnten billige Scheinlösungen auf Kosten unverantwortlicher Eingriffe in den Nationalpark Hohe Tauern erkaufen. "Damit hat sich Pfeifenberger mitschuldig gemacht, weil er die Bereitschaft der Verbund/AHP in eine endgültige Lösung der Gletscherschliffproblematik zu investieren dämpft", stellte Cernic fest.

Eine Spülung wie 1995 dürfe es keinesfalls mehr geben. Man dürfe Revisionsarbeiten an der Anlage nur zustimmen, wenn diese zur Gewährleistung eines gefahrlosen Betriebes notwendig seien. Die Sicherheit der Mölltaler Bevölkerung muss dabei vordringlich sein. "In diesem Fall fordere ich die Verantwortlichen auf, sich strikt an die gesetzlichen Auflagen zu halten und jene Maßnahmen vorzusehen, die absehbare Ökologische und Fischereiwirtschaftliche Schäden minimieren", so Cernic abschließend. (Schluss)

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