ÖIAG - Aufsichtsrat, 6.12.2002: Erfolge im Beteiligungs- und Privatisierungsmanagement

Diskussion um Postverkauf und österreichischer Industriefond waren die Hauptthemen

Wien (OTS) - Im heutigen Aufsichtsrat präsentierten die Vorstände Peter Michaelis und Rainer Wieltsch eine Zusammenfassung der gemäß Regierungsauftrag in der abgelaufenen Legislatur-Periode vorgenommenen Privatisierungen und die Erfolge des Beteiligungsmanagements.

Seit Inkrafttreten des ÖIAG Gesetzes 2000 wurden folgende Privatisierungen durchgeführt:

Österreichische Staatsdruckerei GmbH Nov. 2000:
Verkauf von 100 % der Österreichischen Staatsdruckerei GmbH (Sicherheitsdruck) an einen Österreichischen Investor

Dorotheum Sept. 2001:
100%iger Verkauf des Dorotheums an die Bietergruppe "OneTwo Beteiligungs- und Managementberatungs GmbH"

Print Media Austria (später Strohal Rotations Druck GesmbH)
März 2002:
100%iger Verkauf der Strohal Rotations Druck GmbH an die "Invest Equity Group".

Flughafen Wien AG
Nov. 2000: Verkauf von 2,62 % der Flughafen Wien AG an die Stadt Wien und an das Land Niederösterreich (insgesamt 5,24 %) und Abgabe von 3,22 % im Zuge eines Aktienrückkaufs der Flughafen Wien AG

März 2001:
Abgabe der restlichen 8,92 % an der Flughafen Wien AG an nationale und internationale Institutionelle Investoren

Österreichische Postsparkasse Nov. 2000:
Verkauf von 100 % der PSK an die Bank für Arbeit und Wirtschaft AG

Telekom Austria AG Nov. 2000:
Abgabe von 22,4 % an der Telekom Austria AG über die Börse und Abgabe von 4,8 % aufgrund vertraglicher Vereinbarungen an die STET International (Telekom Italia)

Austria Tabak AG Aug. 2001:
Abgabe der restlichen 41,1 % der Austria Tabak AG an die Gallaher Group

Im Rahmen des Beteiligungs-Managements hat die ÖIAG die Maßnahmen der jeweiligen Unternehmensführung im Rahmen ihrer Tätigkeit in den Aufsichtsratsorganen konsequent verfolgt, was sich aus den Ergebnissen, den Dividendenzahlungen und nicht zuletzt den relativ robusten Börsenkursen ableiten lässt. In einer Rangliste der Financial Times vom Sommer rangieren die börsennotierten ÖIAG-Beteiligungen in den Spitzenfeldern der entsprechenden Industrien.

Die Schulden der ÖIAG wurden von 6.294,- Mio. EUR am 01.1.2000 auf 2.004 Mio. EUR per 31.12.2001 abgebaut.

Die ÖIAG kann mit den Dividenden der Beteiligungsbetriebe nunmehr die Zinsen für die Schulden zahlen und den eigenen Betrieb finanzieren.

Das im September vom ÖIAG-Vorstand vorgestellte Unternehmenskonzept für die Zukunft der ÖIAG - Beteiligungen wurde voll bestätigt. Der in diesem Konzept angedachte Österreichische Industriefonds wurde auf Wunsch des Aufsichtsrates einer weiterführenden Analyse unterzogen. Deren Resultate wurde im heutigen Aufsichtsrat als Entscheidungsgrundlage für die weitere Vorgangsweise präsentiert.

In einer ausführlichen Diskussion zum Thema POST AG wurde ausdrücklich festgestellt, dass es hier keinen Privatisierungsauftrag gibt. Es waren daher die geführten Gespräche auch keine Verkaufsverhandlungen; der Aufsichtsrat betonte jedoch ausdrücklich, dass das Prüfen von strategischen Möglichkeiten zu den Aufgaben des ÖIAG-Vorstandes gehört. Eine diesbezügliche Erklärung wurde dem Personalvertreter der Post AG, Gerhard FRITZ, zugesagt.

Ausführlich beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der am 3.12.02 beschlossenen Neu-Strukturierung der VA-TECH, die in diesem Gremium heute breite Zustimmung fand.

Dem ÖIAG-Vorstand wurde vom gesamten Aufsichtsrat einhellig das Vertrauen ausgesprochen und besonders für die - in bemerkenswert kollegialem Klima erbrachten - Leistungen gedankt.

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