Tagung im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten:

Fachstelle für Suchtvorbeugung, Exekutive arbeiten zusammen

St.Pölten (NLK) - In der Innenstadt von St. Pölten findet heute, Freitag, 6. Dezember, und morgen eine Tagung statt, die von der Exekutive und der Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ gemeinsam vorbereitet wurde. Ziel dieser Tagung mit dem Titel "Zusammenarbeit zwischen der Exekutive und der Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ bei suchtpräventiven Projekten" ist, dass die Exekutive, die Fachstelle, Sozialarbeiter und LehrerInnen Konzepte erarbeiten, welche die kooperative Zusammenarbeit der Polizei und der Gendarmerie bzw. der Fachstelle in ganz Niederösterreich garantieren.

Hand in Hand sollen künftig beide Seiten ihren Part bei der Suchtprävention in den Schulen erfüllen, die Exekutive den rechtlichen und gesetzlichen Bereich, die Fachstelle die pädagogischen Ansätze zur Stärkung der Persönlichkeit bei Kindern und Jugendlichen. Zu diesem Thema werden bei der Tagung erfolgreiche Kooperationsprojekte präsentiert, wie etwa das von der Fachstelle für Suchtvorbeugung NÖ vorbereitete St. Pöltner Modell, das mit der Bezirkshauptmannschaft der Landeshauptstadt, mit der Gendarmerie und dem Bezirksschulinspektorat erarbeitet wurde, seit 4 Jahren immer problemloser läuft und bereits den modernen Standards und Qualitätskriterien der Suchtvorbeugung entspricht, weil dieses Modell die individuelle Ebene beachtet und zudem versucht, in der Schule und im Elternhaus suchtfördernde Faktoren abzubauen. Bei diesem Modell hat man im Vorjahr 1.029 SchülerInnen und 159 Eltern, heuer sogar 1.272 SchülerInnen und 248 Eltern erreicht. In 49 Vorträgen und in acht Elternabenden wurde 2002 das Angebot der Schulen genützt, die Suchtvorbeugung in den Herzen und Hirnen der Menschen zu verankern.

Das St. Pöltner Modell sei eigentlich aus einer Not entstanden, sagte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Die Exekutive, Behörden, Sozialarbeiter und Eltern hätten sich zusammengefunden und versucht, dieses Modell auf die Beine zu stellen. Mittlerweile funktioniere das ausgezeichnet. Die Schulen, aber etwa auch die Streetworker seien zur Mitarbeit bereit, aber "man muss das wollen", alle, die den Menschen Hilfe bringen wollen, müssen unterstützt werden, und jeder muss vom anderen wissen. Die Vernetzung, der regelmäßige Austausch von Informationen, soll mit der Fachstelle gemeinsam geschehen.

Als Soziallandesrätin, aber auch als Mutter von zwei Söhnen, von denen der eine seine "gefährliche Phase" schon überwunden habe, wisse sie natürlich über die Bedeutung der Suchtvorbeugung Bescheid, meinte Landesrätin Christa Kranzl. Es sei unbedingt notwendig, in die Schulen zu gehen und mit den Jugendlichen so früh wie möglich Kontakt zu schließen. Neben der klassischen Sucht sei etwa auch Essstörungen, die Abhängigkeit von Schokolade, den Zwang, endlos beim PC zu sitzen oder immer wieder ein Handy zu gebrauchen, von Bedeutung.

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