JI: Abfangjäger und Sicherheitsunion eine Frage der Vernunft!

Für die Errichtung einer europäischen Sicherheitsunion und für Abfangjäger spricht sich die Junge Industrie Wien aus

Der Weg zu einer gemeinsamen europäischen Armee sei die einzige zukunftsträchtige Perspektive in der Sicherheitspolitik, wenn man es mit der europäsichen Integration ernst meine, betonte die Junge Industrie Wien. Diesen Weg müsse man einschlagen und das Vorankommen offensiv betreiben. Für die Zusammenführung der unterschiedlichen Militärsysteme brauche man auch viel Einfühlungsvermögen und Geduld.

Diese Geduld sei aufzubringen, so Mag. Martin Ohneberg, Vorsitzender der Jungen Industrie Wien: "Eine europäische Sicherheitsunion, die diesen Namen auch verdient, wird es erst in 20 bis 30 Jahren geben. Bis dahin sollte Österreich nicht unsolidarischer Trittbrettfahrer sein. Ob bis zu diesem Zeitpunkt eine NATO-Mitgliedschaft Österreichs angestrebt werden sollte, ist ernsthaft zu überlegen." Das Konfliktszenario, mit dem wir konfrontiert seien, bestehe aus der internationalen Staatengemeinschaft auf der einen und dem Terrorismus auf der anderen Seite. Ohneberg: "Zwischen solchen Konfliktparteien kann und darf ein Rechtsstaat nicht neutral sein!" Die Junge Industrie gibt auch Österreichs Rolle im rapide wachsenden Markt der mittel- und osteuropäischen Länder zu bedenken: Slowenien und die Slowakei seien schon jetzt Mitglieder der NATO. Es würde dem Standort schaden, sicherheitspolitisch weiterhin in einer anderen Liga zu spielen als unsere Partner in den Kandidatenländern.

Für die Junge Industrie Wien vor allem eine Frage des Standorts, aber auch der internationalen Solidarität und der Sicherheit der Menschen ist der Ankauf neuer Flugzeuge zur Luftraumsicherung. Abgesehen davon, dass die Verfassung jede Bundesregierung verpflichtet, für Schutz auch in der Luft zu sorgen, gehe es um den sicheren Wirtschaftsstandort, eine glaubwürdige Politik hinsichtlich der Erhaltung des UNO-Standortes und die internationale Solidarität, die von einem Land wie Österreich zu recht erwartet werde. Außerdem gebe es luftpolizeiliche Aufgaben, die alltäglich erfüllt werden müssten -da brauche es gar keinen Konfliktfall! Dazu gehöre etwa die Identifizierung von Flugobjekten, diese Leistung könne nicht von Hubschraubern und schon gar nicht von Raketen erbracht werden; da brauche es eben Flugzeuge. "Was derzeit öffentlich diskutiert wird, ist ohnehin ein Minimun dessen, was wir brauchen, um unseren Luftraum zu schützen. Es ist eine Frage der Vernunft, den Ankauf neuer Abfangjäger außer Streit zu stellen", so Ohneberg abschließend.

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