ARBÖ: Wer Punsch trinkt, sollte unbedingt das Fahrzeug stehen lassen!

ARBÖ-Aktion "Punsch"-Testtrinken

Wien (OTS) - "Wir wollen nicht die Freude am Punschtrinken vermasseln, noch dazu, wenn es beispielsweise für einem guten Zweck ist. Wir appellieren jedoch an alle Fahrzeuglenker, das Auto stehen, wenn Alkohol konsumiert wird," sagte ARBÖ-Präsident Dr. Herbert Schachter Donnerstag Abend am Punschstand des "Lion Club Wien City" beim "Punsch"-Testtrinken des ARBÖ in der Wiener Mariahilfer Straße. Einige Testpersonen hatten sich bereit erklärt Punsch in verschiedenen Stärken zu sich zu nehmen und sich danach einem Alkotest der Wiener Polizei zu unterziehen. Dabei zeigte sich bei allen Testpersonen bereits nach zwei Bechern Werte zwischen 0,3 und 0,48 Promille.

Amtsärztin Dr. Gabriele Gurmann führt aus, dass sich Punsch sehr leicht trinkt. "Weiters weiß man bei einem Mischgetränk wie Punsch nie genau, wie viel Alkohol drin ist. Durch die Wärme des Getränkes wird die Magenschleimhaut schneller durchblutet und die Resorption des Alkohols beschleunigt. Schon bei niedrigen Promillewerten wird die subjektive Einschätzung herabgesetzt und die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt", so Gurmann.

Oberst Franz Stockinger von der Verkehrsabteilung der Bundespolizeidirektion Wien appelierte ebenfalls an die Fahrzeuglenker: "Wer Punsch trinkt, soll unbedingt sein Fahrzeug stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi umsteigen - egal wie viel Punsch man getrunken hat. Gerade Punsch wird immer wieder unterschätzt. Selbst zwei oder drei Becher davon können schlimme Folgen haben. Und wir führen speziell jetzt in der Vorweihnachtszeit verstärkte Kontrollen durch - rechnen Sie damit jederzeit!"

Beim "Punsch"-Testtrinken des ARBÖ zeigte sich jedenfalls klar, dass die gemessenen Promillewerte auch von einer Vielzahl von Faktoren abhängen: beispielsweise vom Tempo des Trinkens, was vorher gegessen wurde, von der Körpergröße, vom Gewicht, der Tagesverfassung oder ob der Punsch gehaltvoll oder eher mild war.

Zur Erinnerung - Diese Strafen drohen bei "Alkohol am Steuer":

0,1 bis 0,49 Promille:
für gewisse Fahrzeuglenker können bei einem Unfall vor Gericht als alkoholisiert gelten
Mopedlenker unter 20 Jahren und Lenker von Lkw ab 7,5 zahlen 36,-Euro bis 2.180,- Euro

0,5 bis 0,79 Promille:
218 Euro bis 3.633 Euro
Führerschein wird erst beim zweiten Verstoß entzogen

0,8 bis 1,19 Promille
581 Euro bis 3.633 Euro
mindestens ein Monat Führerscheinentzug

1,2 bis 1,59 Promille
872 Euro bis 4.360 Euro
mindestens drei Monate Führerscheinentzug
Nachschulung

1,6 Promille und darüber:
1.162 Euro bis 5.813 Euro
mindestens vier Monate Führerscheinentzug
Nachschulung und ärztliches Gutachten

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Sieglinde Rernböck
Tel.: ++43-1-891 21 / 244
presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001