ÖAAB-TSCHIRF: REFORM DER SOZIALÄMTER IST ÜBERFÄLLIG

Eine Sozialpolitik mit mehr Augenmass wird gefordert!

(Wien, 6.12.2002) "Die Vermittlungsdauer von Arbeitslosen in Wien ist im Vergleich zu den anderen Bundesländern die längste in ganz Österreich. Die Reform der Wiener Sozialämter geht extrem schleppend voran und behinderte Mitmenschen werden nicht im richtigen Ausmaß unterstützt. Ich frage mich, was an so einer Politik sozial sein soll," kritisierte heute der Landesobmann des Wiener ÖAAB Matthias TSCHIRF die Arbeit der SP-Rathausmannschaft. "Die Alleinregierung hat im Gegensatz zum Bund kein Konjunkturpaket geschnürt um der Entwicklung am Arbeitsmarkt entgegen zu wirken. Wien hat keine legistischen oder steuerlichen Anreize geschaffen um die Anzahl der Lehrlingsplätze zu erhöhen. Für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Wien wurde und wird auch herzlich wenig gemacht. Bürgermeister Häupl und seine Stadträte müssen rasch aus der durch das für die SPÖ nicht erfreuliche Wahlergebnis herrührenden Lethargie erwachen und etwas für den Arbeitsplatzstandort Wien tun," so der ÖVP-Klubobmann weiter.

Beispielhaft für die konzeptlose Sozialpolitik der Bundeshauptstadt ist, so TSCHIRF, auch das Chaos bei der Reform der Wiener Sozialämter. Schon vor fast drei Jahren wurde der Aufbau neuer bezirksübergeifender Sozialzentren angekündigt. Aber ein konkreter Finanzierungsplan wurde nie vorgelegt. Auch wurde kein Zeitraum genannt in welchem diese Reform durchgeführt werden sollte. Als Konsequenz dessen wird nun plan- und ziellos gearbeitet. "Auf der Strecke bleiben die Menschen. Das kann es doch nicht sein," so TSCHIRF. Nichtsdestotrotz hofft er, dass die Regierenden in Wien ihre bisherigen Fehler einsehen und mit Maßnahmen den jüngsten Entwicklungen gegensteuern werden. "Wien darf nicht das soziale Schlusslicht Österreichs werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieser Stadt haben sich eine engagierte Sozial-
und Arbeitsmarktpolitik verdient," so TSCHIRF abschliessend. (Schluss)

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