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Saisonierkontingent: Schenner weist Kaske-Kritik zurück Utl: "Verordnung bezieht sich nur auf Restkontingente, auf die sich die Sozialpartner geeinigt haben"

Wien (PWK 888) Unverständnis zeigt Tourismus-Bundesspartenobmann Johann Schenner für den erneuten Vorstoß des HGPD-Vorsitzenden Rudolf Kaske gegen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und dessen Vorhaben, das Saisonierskontingent entsprechend den Erfordernissen des touristischen Arbeitsmarktes aufzustocken.

"Jetzt, wo endlich der Schnee fällt und die ersten Urlauber vor der Türe stehen, sind die Betriebe ganz besonders auf zusätzliche Arbeitskräfte angewiesen", weist der Sprecher der Tourismuswirtschaft auf die Notwendigkeit der Verordnung hin.

Saisoniers nehmen niemandem Arbeitsplätze weg. Kaske sei es offenbar immer noch nicht bewusst, dass Saisoniers nur dann vermittelt werden, wenn für den Arbeitsplatz kein Inländer zur Verfügung steht. Vielmehr werden durch die Saisoniers sogar Arbeitsplätze gesichert, betont Schenner. Mehr als 75 % der österreichischen Gastgewerbebetriebe haben weniger als 5 Mitarbeiter. Fällt der notwendige Saisonier aus, kann das Unternehmen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht in Betrieb gehen, womit auch andere Arbeitsplätze gefährdet sind.

"Der Angriff Kaskes auf die Verordnung Bartensteins ist für uns nicht nachvollziehbar. Diese enthält lediglich die noch nicht verordneten Restkontingente, auf die sich die Sozialpartner, also auch die Arbeitnehmervertreter, in den Bundesländern geeinigt haben", betont Schenner. Kaske selbst habe erst vor zwei Wochen seine Zustimmung zu einem Kontingent für das Bundesland Wien gegeben.

Diese Sozialpartnereinigungen würden ohnehin nicht den tatsächlichen Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften widerspiegeln. Auch das AMS habe in den Ländern weit höhere Zahlen von fehlenden Arbeitskräften erhoben.

Die ständigen Vorwürfe Kaskes, dass an Saisoniers nur Hungerlöhne gezahlt würden, weist Schenner mit dem Hinweis auf die kollektivvertraglichen Mindestlöhne zurück. Diese, wie auch die sonstigen arbeitsrechtlichen Bestimmungen, gelten selbstverständlich auch für Saisoniers.(hp)

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