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Ettl: Lärm am Arbeitsplatz macht krank

EP verabschiedet Geräuschschutzvorschriften für den Arbeitsplatz

Wien (SK) Das Europäische Parlament hat eine neue Richtlinie über die Verbesserung des Lärmschutzes am Arbeitsplatz mit großer Mehrheit verabschiedet. "Das ist ein entscheidender Schritt im Kampf gegen die Lärmbelästigung am Arbeitsplatz. Das Europäische Parlament erkennt nun Lärmbelästigung als ein schweres Problem für Arbeitnehmer an. Bereits geringe Geräuschwerte genügen, um das menschliche Gehör zu schädigen. Für viele Industrie- und Fabriksarbeiter wird die Richtlinie daher zu einer erheblichen Verbesserung ihres Arbeitsalltags führen", erklärte der SPÖ-Europaabgeordnete und Sozialexperte Harald Ettl Donnerstag nach der Abstimmung. Die Richtlinie setze maximale Grenzwerte für Geräuschbelästigung und gebe den einzelnen Mitgliedstaaten die Möglichkeit, niedrigere Werte festzuschreiben. ****

Die Arbeitgeber würden nun verstärkt in die Pflicht genommen - sie müssten für Arbeitsbedingungen sorgen, bei denen der Geräuschpegel so niedrig wie möglich sei, so der SPÖ-Sozialexperte. Ettl: "Die Arbeitgeber sind nun verpflichtet, Wege zur Vermeidung hoher Geräuschbelastung zu finden. Ohrschützer sind die letzte Schutzmöglichkeit."

Die spezifischen Umstände des Musik- und Unterhaltungssektors sollten bei der Umsetzung der Richtlinie berücksichtigt werden. Die Mitgliedstaaten seien nun gefordert, in Abstimmung mit den Sozialpartnern einen "Verhaltenskodex für praxisgerechte Leitlinien aufzustellen, damit die Beschäftigten dieses Sektors in den Genuss der Verpflichtungen aus der Richtlinie kommen", so Ettl.

"Insbesondere DJs und andere Beschäftigte in Diskotheken sind tagtäglich bedroht, einen Gehörschaden durch Arbeitsbedingungen davon zu tragen. Die Konservativen wollten leider - aus rein wirtschaftlichen Gründen - die Beschäftigten aus der Musikindustrie von den Vorteilen der neuen Richtlinie ausschließen", schloss Ettl. (Schluss) se/mm

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