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ARBÖ: Auch "Weihnachtsschlitten" werden abgeschleppt - außer ein Rad berührt noch den Boden

Kosten müssen bei der Abholung des Fahrzeuges nicht sofort bezahlt werden

Wien (OTS) - gestresste Weihnachtsengerln sind bei der
Einkaufstour auf verzweifelter Parkplatzsuche. In der Not wird das Fahrzeug dann oft in einer "verbotenen Zone" geparkt - eine Entscheidung, die viele teuer zu stehen kommt, denn auch "Weihnachtsschlitten" werden abgeschleppt, so der ARBÖ.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "Die Abschleppung kostet 162,- Euro, kann das Fahrzeug nur mit Aufsperrdienst und Fahrpersonal entfernt werden, kostet dies sogar 240,- Euro und für jede weitere angefangene halbe Stunde 120,- Euro. Pro Tag der Fahrzeugverwahrung fallen dann für Pkw 6,- Euro an." Keine Kosten für die Entfernung können dann vorgeschrieben werden, wenn es dem Lenker des Fahrzeuges gelingt, bevor das Fahrzeug hochgehoben wurde und zumindest noch ein Rad am Boden geblieben ist, zu seinem Fahrzeug zu kommen. "Es liegt dann eben keine Entfernung im Sinne des Gesetzes vor", betont Mag. Göppert vom ARBÖ.

Viele Autofahrer wissen auch nicht, dass beim Abholen des Fahrzeuges die Kosten nicht bezahlt werden müssen und man die Zustellung eines Kostenbescheides verlangen kann. Ist man der Meinung, dass zu unrecht abgeschleppt wurde und man die Kosten nicht zu zahlen hätte, so kann gegen diesen Bescheid binnen zwei Wochen ein Rechtsmittel erhoben werden.

Abgeschleppt wird übrigens dann, wenn ein Fahrzeug so abgestellt ist, dass es einen anderen Verkehrsteilnehmer behindert oder behindern hätte können. Dies ist der Fall, wenn man in zweiter Spur, vor einer Hauseinfahrt, in einer Lade- oder Taxizone oder in einem zeitlich begrenzten Halte- und Parkverbot parkt. Gerade in der Vorweihnachtszeit hat der Abschleppdienst der Stadt Wien Hochsaison:
So wurden am ersten Einkaufssamstag 160 Fahrzeuge abgeschleppt, im Vergleich zu "normalen" Tagen ein Plus von etwa 60 Prozent.

Apropos: Für allfällige Beschädigungen, die vom Zulassungsbesitzer nachzuweisen sind, wird nur bei grober Fahrlässigkeit gehaftet (Amthaftungsanspruch). Grundsätzlich ist zu empfehlen, bei Abholung das Kfz genau auf Beschädigungen hin zu prüfen und diese zu reklamieren bzw. Ansprüche zu deponieren.

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Sieglinde Rernböck
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