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HGPD-Kaske: "Das Saisonierkarussell dreht sich wieder"

Tourismusgewerkschafter kritisiert Wiederaufstockung des Saisonierkontingents

Wien (HGPD/ÖGB) "Die einen raus, die andern rein ins Land. Kaum sind die Wahlen vorbei, dreht sich auch schon wieder das Saisonierkarussell", erklärt Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) zur jüngsten Aufstockung des Saisonierkontingents durch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein.++++

"Vor der Nationalratswahl hat Minister Bartenstein das Saisonierkontingent um 10 Prozent auf 8.000 gekürzt", erinnert Kaske:
"Auf einmal war es ihm wichtig in- und ausländische Arbeitslose in Arbeit zu bringen. Wohl auch mit dem Kalkül, die eine oder andere Wählerstimme zu gewinnen." In den nächsten Tagen soll das Kontingent wieder auf 8.800 aufgestockt werden - also genau um 10 Prozent. Kaske dazu: "Kaum sind die Wahlen vorbei, ist alles Schall und Rauch und der Wirtschaftsminister ist wieder braver Erfüllungsgehilfe der Tourismuswirtschaft."

Das oft verwendete Argument, dass man in Österreich für diese Jobs keine Leute bekommt, lässt der Tourismusgewerkschafter nicht gelten:
"Wer ordentlich bezahlt und halbwegs normale Arbeitszeiten bietet, bekommt auch Personal. Wer glaubt Hungerlöhne bezahlen zu können und Arbeitszeiten ohne Ende verlangt, ist auf Saisoniers aus Mittel- und Osteuropa angewiesen." Kaske abschließend: "Schlafen Sie ruhig, Herr Minister - Sie sind ja nicht arbeitslos."(kk)

ÖGB, 5. Dezember 2002
Nr. 939

Rückfragen & Kontakt:

HGPD-Vorsitzender Rudolf Kaske, Tel.: (01) 534
44/501
HGPD-Presse Katharina Klee, Tel.: 0664/381 93 67

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