Universitäten: Industrie begrüßt Erklärung der Rektorenkonferenz

Rektoren und Industrie für Stärkung der Österreichische Universitäten im internationalen Wettbewerb - Bündelung der Zuständigkeiten für Forschung und Universitäten in einem Ministerium - Beste Köpfe in die Universitätsräte

Wien (PdI) Eine positive Reaktion auf die heute präsentierte universitätspolitische Erklärung der Österreichischen Rektorenkonferenz (ÖRK) kommt von der Industriellenvereinigung:
"Insbesondere das Bekenntnis zur Umsetzung der Universitätsreform und zur Entwicklung einer ‚unternehmerischen Universität' mit autonomer Verfassung zeigt, dass die ÖRK die dringend notwendige Universitätsreform nicht nur konstruktiv unterstützen, sondern aktiv mitverantworten wird", betonte Dr. Gerhard Riemer, Bereichsleiter Bildung, Innovation und Forschung der Industriellenvereinigung. Hierfür sei jedoch eine weitere Internationalisierung in Forschung und Lehre und Ausrichtung nach internationalen Standards erforderlich.

Die IV ist wie die ÖRK der Ansicht, dass die zukünftige Bundesregierung die österreichischen Universitäten im internationalen Wettbewerb stärken muss und ihnen - und der Zukunftspolitik - im neuen Regierungsprogramm dementsprechende Priorität zukommen lassen muss.

Insbesondere folgende Forderungen der Erklärung sind aus der Sicht der Industrie von besonderer Bedeutung:

· Europäische Ausgestaltung der Studienarchitektur (u.a. dreigliedriges Studiensystem - Baccalaureat, Master, Dr. -, double degree-Programme, und die Einrichtung einer Qualitätsagentur)
· Ausbau des universitäten Weiterbildungsangebotes und Anerkennung von bereits erworbenen Qualifikationen
· Erhöhung der Akademikerquote
· Beseitigung von Mobilitätshindernissen für Forscherinnen und Forscher, um "Beste Köpfe" für Österreich zu gewinnen

Riemer unterstreicht die Umsetzung von Vorschlägen sowohl der Rektoren wie auch der Industrie im Rahmen eines "Bündnisses für Innovation" insbesondere in folgenden Punkten:
· Bündelung der Zuständigkeiten für Grundlagenforschung und Universitäten in einem Ministerium und Stärkung der Rolle der Universitäten als Träger der Grundlagenforschung sind ebenso wichtig wie - aus der Sicht der Industrie - die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
· Die autonome Stellung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) gilt ebenso für den Forschungsfonds der gewerblichen Wirtschaft (FFF) wie deren verbesserte Dotierung.
· Bei der Nominierung der Mitglieder der Universitätsräte muss sichergestellt werden, dass dies zur Stärkung der Universitäten im internationalen Wettbewerb führt. Dazu empfiehlt die Industrie entsprechende Anforderungsprofile für Kandidaten der zu konstituierenden Universitätsräte zu entwickeln. Diese "besten Köpfe" können entscheidend dazu beitragen, dass die Universitäten zur Gesellschaft und Wirtschaft hin weiter geöffnet und durch entsprechende Strategieentwicklung im europäischen wie internationalem Vergleich Spitzenplätze einnehmen werden.

· Darüber hinaus hält es die IV für zweckmäßig, dass ein Masterplan zur Positionierung der einzelnen Hochschulstandorte auf nationaler wie auf internationaler Ebene entwickelt wird, um die Attraktivität des Bildungsstandortes Österreich zu fördern.

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