Gehrer: Regierungs-Maßnahmen im Kampf gegen Arbeitslosigkeit greifen

Jugendliche, Bau: Erfreuliche Entwicklung - Bildungsressort: Erfolgreiche Bauprojekte - Konsequenzen für Regierungsverhandlungen

Wien, 4. Dezember 2002 (ÖVP-PD) "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass die Maßnahmen der Regierung im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit greifen. Besonders erfreulich ist, dass sich die Situation bei jugendlichen Arbeitsuchenden nun deutlich besser darstellt, als in den Vormonaten", sagte heute, Mittwoch, Bundesparteiobmann-Stv. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. ****

Auch in der Baubranche gebe es mit 1,9 Prozent weniger Arbeitslosen eine erfreuliche Entwicklung. "Die im Konjunkturprogramm der Bundesregierung enthaltenen Bau-Maßnahmen wirken sich also bereits positiv aus", betonte Gehrer, die beispielhaft auf eine Reihe von vorgezogenen Bau- und Sanierungsprojekten im Bereich des Bildungsressorts verwies. "Insgesamt zeigt sich damit, wie wichtig es ist, dass man sich bei substanziellen Fragen rechtzeitig auf klare Ziele und entsprechende Maßnahmen einigt. Dieses Denken muss auch in die Koalitionsverhandlungen Eingang finden."

"Es geht jetzt darum, dass wir möglichst bald einen breiten Konsens über eine umfassende Politik für Wirtschaft und Arbeit in der kommenden Legislaturperiode finden, denn der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und die weitere Belebung der österreichischen Wirtschaft werden primäre Ziele der Regierung Schüssel II sein", so Gehrer. Dabei seien "Kreativität, der zielgenaue Einsatz entsprechender Ressourcen und langfristiges Denken" gefordert. Ein positives Beispiel dafür stelle das aktuelle Konjunkturbelebungsprogramm der Bundesregierung dar: "Wir haben etwa gezeigt, dass man im Baubereich auch in der kälteren Jahreszeit Erfolge erzielen kann", so die Parteiobmann-Stellvertreterin.

So habe man im Bereich des Bildungsressorts "groß angelegte Sanierungen, die man auch im Winter machen kann, aber auch Neubauten rechtzeitig in Angriff genommen". Beispiele dafür seien die Sanierung des großen Uni-Gebäudes der BOKU oder Projekte im Mittelschulbereich, wie bei der HTL Pinkafeld im Burgenland, der AHS Wiedner Gürtel in Wien oder der HBLA Schrödingergasse in Graz. "Dazu kommen neue Projekte wie die AHS Rosasgasse in Wien, bei der bereits ein Vertragsabschluss vorliegt und der Baubeginn eingeleitet wird", sagte die Bildungsministerin.

"Die Regierung hat auch mit einer Qualifizierungsoffensive für Jugendliche wesentlich zur Zurückdrängung der Jugendarbeitslosigkeit beigetragen." Zur Zielgruppe gehörten Jugendliche ohne Pflichtschulabschluss, Jugendliche, die nur über einen Pflichtschulabschluss, aber über keine weiterführende Ausbildung verfügen, die zweite Generation von Drittstaatsangehörigen, die Ausbildungsdefizite insbesondere im Hinblick auf Sprache aufweisen und Absolventen und Schulabbrecher höherer Schulen, deren Eintritt in den Arbeitsmarkt erschwert ist.

"Damit hat die Regierung bereits weit mehr als 3.000 Jugendlichen eine Qualifizierungsmaßnahme ermöglicht. Das Sonderprogramm für jugendliche Arbeitslose ist also sehr erfolgreich", freute sich die Bildungsministerin. Die durchschnittliche Dauer der Qualifizierungsmaßnahmen betrage im Schnitt 18 Monate und diene in erster Linie der Vorbereitung auf die externe Ablegung einer Lehrabschlussprüfung bzw. der Facharbeiterintensivausbildung. Bis zum Stichtag 15. November 2002 hätten insgesamt 3.697 Jugendliche diese Initiative in Anspruch genommen. Ein Teil davon habe inzwischen eine reguläre Lehrstelle gefunden. "Auf diesem erfolgreichen Weg wollen wir weitergehen", schloss die Bildungsministerin.

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