Duisenberg-Brief an Leitl lässt auf morgige Zinssenkung hoffen

Festhalten an Stabilitätspakt liegt im Interesse der gesamten Euro-Zone

Wien (PWK 880) - WKÖ-Präsident Christoph Leitl geht davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) morgen, Donnerstag, "ein positives Signal zur Belebung der Wirtschaft in Europa" setzen wird. Anlass zur Hoffnung gibt ein Antwortbrief des EZB-Präsidenten Wim Duisenberg auf ein Schreiben des Europäischen Wirtschaftskammerpräsidenten Leitl, in dem Leitl auf die nicht erfolgte Senkung der Leitzinsen Anfang November reagierte.

Die letzte Abstimmung in der EZB über die Zinssenkung ging zwar zugunsten der Beibehaltung des Zinssatzes aus, erklärt Duisenberg, "aber die EZB ist sich der Risiken für das Wirtschaftswachstum voll bewusst und beobachtet die konjunkturellen Rahmenbedingungen und ihren Einfluss auf die Preisstabilität sehr genau."

Die EZB, so Duisenberg weiter, sei tiefst davon überzeugt, dass Budgetdisziplin und strenge Einhaltung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes im größten Interesse der EU-Mitgliedstaaten und der Euro-Zone liege.

Große Bedeutung räume er, Duisenberg, den in der Kompetenz der einzelnen Regierungen liegenden Strukturreformen am Produkt- und Arbeitsmarkt ein, "um strukturelle Starrheiten, die den Wirtschaften der Euro-Zone noch immer eigen sind, zu beseitigen." (Ne)

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